Thursday, August 03, 2006

Fotos

Thursday, July 13, 2006

2 neue Storys von Pia

Hi leute jetzt gibt es 2 neue Fanfictions von Pia!
Sie heißen:"Alles Liebe oder was?" und "Senseless".
Alles Liebe…oder was?Kapitel 1: Ramona“Bill, aufwachen…Biiiiiiiill!!!”, rief Tom und versuchte Bill wach zu rütteln. Es war halb sieben, und in zwei Stunden mussten sie bei einem Interview mit einem Schweizer Radiosender sein. Bill öffnete langsam die Augen und wischte sich mit der Hand den Schlaf raus. Tom stand mit einer Zigarette in der Hand vor dem Fenster und hämmerte irgendetwas in sein Handy ein. “Wo sind Georg und Gustav?”, fragte Bill verschlafen, stand auf und ging ins Bad um sich fertig zu machen. Tom schaute hoch und zuckte mit den Schultern. Sein schwarzes Sweatshirt hing an seinem schlaksigen Körper, und die Baggy war ihm ebenfalls viel zu locker. Als Bill und Tom eine halbe Stunde später in den Speisesaal traten, sahen sie Georg und Gustav in ein Gespräch vertieft an ihrem Tisch sitzen. Bill bestellte sich nur einen Tee und Tom holte sich seine übliche Frühstücksration: einen Toast mit Himbeermarmelade und einen Fruchtsaft dazu. “Wo wart ihr denn so lange?”, fragte Gustav verwundert, als die beiden sich endlich zu ihnen setzten. Tom setzte sein typisches Grinsen auf und meinte: ”Bill hat mal wieder verschlafen.”, doch Bill konterte sofort: “Mein Handy-Wecker ist kaputt!”, worauf sich Georg und Tom nur angrinsten. Um Punkt 8 Uhr standen alle vier zusammen mit David vor dem Hotel und warteten auf den Van, der von einem der Hotelpagen herangefahren werden würde. Als sie eine halbe Stunde später im Studio eintrafen, warteten dort schon einige Leute des Radio-Teams auf sie.Nach einem langweiligen Interview und einigen Fotos durften die Jungs endlich zurück ins Hotel fahren. Nachdem sich alle ein wenig frisch gemacht hatten, beschlossen sie, in die Stadt zu fahren um ein wenig auszuspannen. David wollte mit, da er sich ein paar neue Anziehsachen besorgen wollte. Also spazierten sie durch eine kleine Einkaufsstraße, schauten hier und da in einen Laden rein und genossen ihre freie Zeit. Um halb 4 trafen sie sich mit David in einer netten Eisdiele. Dieser erzählte ihnen aufgeregt, dass er in einem Buchladen einen bekannten Schriftsteller getroffen hätte, und diesem zu einer Lesung gefolgt sei, um sich später das Buch mit einer persönlichen Widmung graviert zu kaufen. Die Jungs hörten scheinbar interessiert zu, warfen sich zwischendurch aber immer wieder viel sagende Blicke zu.Zurück im Hotel setzte sich Bill auf sein Bett, nahm ein buch raus und begann zu lesen. Kurze Zeit später klopfte es jedoch an seiner Tür und bevor er noch “Herein” hätte rufen können, trat die Person auch schon ins Zimmer. Es war Tom. Wer anders hätte es auch sein können? Die Zwillinge hielten es nicht lange ohne einander aus. “Ey, Bill, seit wann liest du denn? Entwickelst dich zum Streber, wa!” Bill warf ihm nur einen vernichtenden Blick zu, vertiefte sich dann aber sofort wieder in die Zeilen. Währenddessen kramte Tom seine Zigarettenschachtel aus seiner kilometerlangen Hosentasche heraus und zündete sie sich an. Das jedoch gefiel Bill überhaupt nicht, da er sich mit dem scharfen Geruch in der Nase nicht auf das Buch konzentrieren konnte. “Och Tom, muss das sein? Du weißt doch ganz genau, das ichs nich mag wenn du in meinem Zimmer rauchst!”, maulte er. Aber das interessierte Tom rechtlich wenig. Er antwortete nur ironisch: ”Oh, stimmt, tut mir echt leid, Bill.”, nahm dann aber noch einen weiteren Zug und machte keine Anstalten, die Zigarette auszudrücken. Also gab Bill das Lesen auf, weil er sowieso wusste, das Tom nich aufhören würde. Als er gerade dabei war, das buch zurück in den Koffer zu stecken, klopfte es abermals an der Tür, und einen Augenblick später schoben auch schon Gustav und Georg ihre Köpfe durch die Türspalte und fragten ob sie herein kommen dürften. “Was für eine Frage! Natürlich dürft ihr reinkommen!”, grinst Tom, und da Bill auch nichts dagegen hatte schmissen sich die Jungs gleich aufs Sofa. Gustav hatte mal wieder einen Ohrstöpsel im Ohr und zog dich Metal rein, doch Georg sah Bill und Tom fragend an und meinte: “Wollen wir heut Abend noch irgendwohin gehen? Ich mein, hier flacken wir doch auch nur rum und gammeln uns ´n Arsch ab, oder?” Tom musste lachen, stimmte ihm aber sofort zu. War ja klar, die beiden wollten mal wieder auf Mädchensuche gehen. “Oder wir machen uns hier ´nen Fernsehabend und ziehn uns irgend nen Horrorfilm rein! Ich bin nämlich schon ein bisschen müde, ihr doch sicher auch, wa!?” Georg und Tom schüttelten den Kopf, und da Gustav im Moment nicht ansprechbar war, musste Bill nachgeben.Also machten sich die Jungs auf die Suche nach einer netten Bar, in der sie ihren Abend verbringen konnten. Sie hatten sich alle unauffällig gestylt. Bill trug eine labbrige Jeans von Georg und ein Metallic-Hemd von Gustav, seine Haare waren unter einer schlichten schwarzen Mütze versteckt. Er war ungeschminkt. Tom hatte sich ein überdimensionales Kopftuch umgebunden, ein, ihm ausnahmsweise mal passendes, Shirt angezogen, und die Hose hing ihm nicht bis zu den Knien. Gustav trog eine Sonnbrille und eine Mütze und Georg hatte die Haare zu einem primitiven Pferdeschwanz gebunden und sich einen langen schwarzen Mantel übergeworfen. So marschierten sie also durch die Straßen, bis sie eine Kneipe fanden, die von außen sehr nett wirkte. Die Jungs setzten sich an einen Ecktisch, von dem man den Rest der Stube gut überblicken konnte. Den größten Teil des Raumes bedeckte eine große hölzerne Theke, hinter der es sich einige Kellner und Barmixer auf Barhockern bequem gemacht haben und eine Zigarette rauchten. Der Raum war nur spärlich beleuchtet; von der Decke hingen wenige Lampen, die einen gelblichen Schein versprühten. Kurz nach dem sich die vier hingesetzt hatten kam auch schon eine Kellnerin. Sie reichte ihnen die Karte und fragte ob sie ihnen schon etwas zu Trinken anbieten könnte. Georg und Gustav bestellten ein Weißbier, Bill einen Pfefferminztee für seine Stimme und Tom, zur Verwunderung der anderen, nur eine Spezi. Es wurde ein schöner Abend. Spät in der Nacht gingen die Jungen zurück ins Hotel. Die Eingangshalle war leer und es brennten nur noch einzelne Lichter in den Zimmern. Bill trat auf seinen Balkon hinaus. Die Nacht war milde und es waren Millionen von Sternen zu sehen. Er zündete sich eine Zigarette an, setzte sich auf einen der Liegestühle und hing seinen Gedanken nach. Kurz darauf schlief er ein. Als er wieder aufwachte dämmerte es schon. Er war durchgefroren und fühlte sich gerädert. Es war halb sieben. Oh je, dachte Bill, die anderen sind sicher schon längst wach! Also machte er sich auch auf den Weg zum Frühstückssaal, aber nicht ohne sich vorher neu aufgestylt zu haben. Im Frühstückssaal saßen nur vereinzelt Leute. Bill holte sich einen Tee und schmierte sich ein Brot. Auf einmal tippte ihm jemand von hinten auf die Schulter. Erschrocken drehte er sich um. Hinter ihm stand eine bildhübsche Frau. Sie hatte gewellte lange Haare, die ihr bis unter die Schultern reichten. Sie war schmal gebaut, hatte eine Traumfigur und hatte ein sehr symmetrisches Gesicht. In der Morgensonne, die vom Fenster aus hereinstrahlte, glänzte ihre Haut wie Porzellan. Die Augen schimmerten moorig grün und die vollen Lippen hatten einen schönen Schwung. “H…h…hi!”, stotterte Bill. Die Frau sagte nichts. “Was ist los? Hab ich irgendwas falsch gemacht? Ach ja, ich bin Bill.”, meinte er, nachdem er sich wieder gefasst hatte. “Isch bin Ramona, isch komme aus Italien. Isch wollte nur fragen, ob isch kurz an den Tee könnte!?”, antwortete sie ihm mit italienischem Akzent. Sie war ungefähr Anfang zwanzig. Bill trat ein Stück zur Seite, machte aber keine Anstalten zu gehen. “Was genau machen Sie hier?”, fragte Bill interessiert. Ramona lächelte ihn an: “Isch mache Ferien. Außerdem recherchiere isch für ein Projekt. Aber das ist geheim.” Bill war fasziniert. Als er sie gerade fragen wollte, was sie heute vorhatte, kamen Tom und Georg in den Saal. Bill ging schnell zu ihrem Tisch, setzte sich hin und tat so, als ob er dort schon einige Zeit sitzen würde. Doch es half nichts, die beiden hatten ihn bereits entdeckt und kamen nun zu ihm. “Wer is denn die schöne Frau?”, fragte Tom mit einem scheinheiligen Grinsen auf dem Gesicht. “Ich weiß es nich.”, log Bill. Zum Glück schienen sich Tom und Georg nicht weiter dafür zu interessieren, denn sie holten sich ebenfalls etwas zu essen und setzten sich dann ohne weiteren Kommentar an den Tisch. Um ein bisschen vom Thema abzulenken fragte Bill: “Wo ist Gustav?”, doch als die beiden nur mit den Schultern zuckten, beschloss Bill sie nicht weiter damit zu nerven. “Wahrscheinlich hat er schon gefrühstückt. Schläft ja nich immer so lang wie ihr, ne!”, stichelte Bill. Doch das schien Tom und Georg kalt zu lassen. Es kam keine Antwort. Als Bill hochschaute, sah er wieso er keine Antwort bekam: Die beiden starrten zu Ramona. Unter ihrem knielangen weißen Rock schauten ihre braun gebrannten schlanken Beine hervor. In dem knappen Top war einiges von ihrer Oberweite zu sehen, von der man nur schwärmen konnte. Wenn sie ihren Kopf schüttelte, flogen ihre Locken mit herum, und streiften sanft ihr Gesicht, was ihr immer wieder ein traumhaftes Lächeln ins Gesicht zauberte. Bill war von dem Anblick ebenfalls hingerissen. Als Ramona zu ihnen schaute wandten sie alle ihre Blicke schnell wieder ihrem Frühstück zu. “Hier seid ihr!”, rief eine ihnen nur allzu bekannte Stimme. Es war Gustav, der fröhlich zu ihrem Tisch geschlendert kam. “Übrigens, wir haben heute frei! Das Foto-Shooting mit BRAVO is auf Montag verschoben worden!”, teilte ihnen Gustav mit. Die drei starrten sich an und begannen lautstark freudige Rufe auszuschreien. “Yeah, geil! Boar, das is ja ma genau das was ich heut brauch!”, rief Tom strahlend. Auch Georg konnte ihr Glück nicht glauben und meinte deswegen: “Die letzten Tage waren auch echt anstrengend. Leute, das haben wir uns verdient, wa!?” Er bekam eine einstimmige Bejahung. Es wird ein schöner Tag werden!, dachte Bill und schaute lächelnd zu Ramona, die in ein Buch vertieft war. Sie war wirklich einzigartig. Vielleicht wird er noch mehr mit ihr zu tun haben. Wer wei߅Kapitel 2: Der Weiher im WaldDa es draußen mittlerweile regnete und keiner Lust hatte, im Hotel zu bleiben, beschlossen die Jungs ein Hallenbad aufzusuchen. David hatte sich zu ihnen gesellt, ging aber nicht mit ins Wasser. Er setzte sich auf einen Liegestuhl und holte ein Buch heraus, das er aber vorerst neben sich legte. Er beobachtete Tom, der einigen hübschen Mädls hinterher schaute. Typisch Tom!, dachte David und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Bill und Gustav hatten sich einen Wasserball besorgt und spielten damit. Wo Georg war wusste er nicht. Wahrscheinlich auch bei irgendwelchen Mädchen. Die vier hatten sich diese kleine Pause wirklich verdient. Es war schon anstrengend im Musik-Geschäft! Nun griff David zu seinem Buch und kurz darauf war er auch schon darin vertieft. Bill wollte Gustav gerade untertauchen, als er auf einmal eine Gestalt am Rand des Außenschwimmbeckens, in dem sie sich im Moment befanden, stehen sah. Er konnte nicht genau erkennen, wer es war, doch irgendwoher kam ihm diese Person bekannt vor. Sie streckte die Arme in die Luft, setzte zum Sprung an, stoß sich ab und…Flatsch, landete sie volle Kanne auf dem harten Steinboden. Sie regte sich nicht. Bill schwamm so schnell er konnte zum Beckenrand, hechtete aus dem Wasser und rannte zur Person. Oh mein Gott, es ist Ramona!, bemerkte Bill erschrocken. Er kniete sich nieder und schüttelte sie sachte. “Ramona!?”, rief er. Keine Reaktion. Ramona atmete noch, das merkte Bill. Am Kopf hatte sie eine Platzwunde, aus der sehr viel Blut lief. Schnell schrie Bill nach Gustav, der sofort angeschwommen kam. Bill trug ihm auf den Bademeister zu holen. Als dieser ankam, öffnete Ramona die Augen und ächzte. Zu dritt trugen sie Ramona in einen Raum, der extra für Verletzungen vorgesehen war. Dort wurde Ramona´s Kopf mit einem Verband umwickelt. Bill saß bei ihr, während Gustav die anderen informierte. Der Bademeister bat Bill, noch eine Weile bei ihr zu bleiben, bis er einen Krankenwagen gerufen und Ramona´s Anziehsachen aus der Umkleidekabine geholt hatte. Bill nickte. Er sah runter zu Ramona. Sie starrte die Decke an. “Wie geht es dir?”, fragte Bill um das Schweigen zu brechen. Langsam drehte sie ihren Kopf in seine Richtung. Ihr Blick war kalt und leer. “Nischt so gut, wenn man bedenkt das isch eine platzwunde auf meiner Stirn habe. Aber isch bedanke misch vielmals, das du sofort gehandelt hast.” Sie brachte ein kleines Lächeln zustande. Bill war froh, das ihr nichts Schlimmeres zugestoßen war. Zum Glück hatte er sie beobachtet! In ihrem weißen Bikini, der mit hellblauen Blümchen bestickt war, und der braun gebrannten Haut sah sie noch schöner aus als vorhin im Frühstücksraum. Bill musste grinsen als er ihren Bauchnabelpiercing entdeckte. “Wie alt bist du?”, fragte er, und betrachtete den Verband, der sich mittlerweile schon rot gefärbt hatte. “Isch bin vor kurzem zwanzig geworden. Und du? Du scheinst mir noch jung zu sein.”, antwortete sie. Bill überlegte. Sollte er ihr vorlügen, dass er älter war? Nein!, redete er sich selber ein. Das kann ich nicht machen! Deswegen sagte er: ”Ich bin 16. Mein Zwillingsbruder Tom und zwei andere Freunde warten draußen im Becken. Aber ich bleibe gern noch einen Moment bei dir.” Ramona verzog ihren Mund zu einem Grinsen. In dem Moment kam der Bademeister herein, mit einer Tasche, in der Ramona´s Sachen waren, und einigen Sanitätern. Sie luden Ramona auf eine Bare und fuhren diese in den Krankenwagen. Bill trotte langsam zurück zu den anderen. Sie waren mittlerweile alle umgezogen und warteten auf ihn. Schnell schnappte er sich seine Sachen, versteckte sich hinter einer Ecke und zog sich um. Im Auto sprach niemand etwas. Alle starrten aus dem Fenster und waren in ihre Gedanken vertieft. Der Regen prasselte gegen die Scheiben, es war neblig geworden. Im Hotel war Tom es, der das Schweigen durch brach. “Wie wärs, kommt wer mit in die Hotelbar? Hab kein Bock jetzt aufm Zimmer zu sein.”, fragte er unternehmungslustig. Georg und Bill kamen mit, Gustav ging, was keiner verstand, allein auf sein Zimmer; David musste noch etwas besorgen und ließ die Jungs allein. Es war noch leer als die drei ankamen. Sie suchten sich drei zentral gelegene Hocker an der Bar und bestellten alle ein Red Bull. Auf einmal klingelte Bills Handy. Als er abnahm hörte er nur ein Kichern von mehreren Mädchenstimmen und Rumgedruckse wie “Bill?…hihi…unsere Nummern…riesen Fans…” irgendwann legte Bill einfach auf. Als Georg ihn fragte, wer es gewesen sei, sagte er mit genervtem Gesichtsausdruck: “Nur wieder irgendwelche Fans die meine Nummer raus gefunden haben.” Es wurde nichts weiter dazu gesagt. Bill hoffte einfach nur, das sie ihn nicht mehr anrufen würden, er müsste sonst seine Nummer schon wieder ändern. Der Abend war nicht weiter interessant. Sie führten einige Gespräche mit anderen Gästen und trunken ihre Red Bulls. Um halb 12 gingen alle auf ihr Zimmer. Diesmal wird ich mich nich auch den Balkon setzen!, dachte Bill mit einer schrecklichen Erinnerung an die vorige Nacht. Bei der Kälte grauste es ihm immer noch! Er zog sich um, legte sich ins Bett und dachte an Ramona. Wie es ihr im Moment wohl ging? Ob sie auch an ihn dachte? Hoffentlich!, mit diesen Gedanken schlief Bill ein.Am nächsten Morgen wachte Bill sehr früh auf, es war gerade mal halb sechs. Draußen dämmerte es schon langsam. Bill trat noch im Schlafanzug auf den Balkon hinaus. Die Luft war kühl, doch sie fühlte sich angenehm an. Einige Zeit später beschloss Bill sich etwas über zu ziehen und dann einen Morgenspaziergang zu machen. Sie hatten bis heute Nachmittag sowieso keine Termine mehr. Doch vorher schrieb er für Tom und die anderen noch einen kleinen Zettel: Hey Jungs, bin spazieren. Geht doch schon mal frühstücken, bin bald wieder da. Falls irgendwas sein sollte, hab mein Handy dabei. Bye, BillEr schob den Zettel unter Tom´s Zimmertür hindurch und schlenderte zur Eingangshalle. Nichts ahnend bewegte er sich auf den Ausgang zu. Die Halle war noch leer. Auf einmal hörte er Schreien.” Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiil, ich liebe dich, Bill ich will ein Kind von dir!!! Tokio Hotel 4 evaaaaaaa” und sonstiges. Erschrocken wich Bill vor der Masse von kreischenden Mädls zurück. Scheiße, damit hatte er ja mal gar nicht gerechnet! So früh schon so viele Fans. Mist! Was sollte er jetzt tun? Bevor er einen Schluss finden konnte, waren die Fans schon bei ihm angelangt. Spontan ergriff er den ersten Zettel und schmierte ein Autogramm drauf. Zum Glück waren es nich allzu viele Fans, sodass er nach zwanzig Minuten fertig war. Endlich konnte er in Ruhe losgehen. Als er aus dem Hotel hinaustrat schienen ihm die ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht, er musste Blinzeln. Leider kannte er sich hier nicht aus, deswegen beschloss er einfach mal loszugehen. Irgendwohin würde er schon kommen. Also marschierte er los. Die Landschaft war öde. Nirgendwo war ein Fluss oder ein See zu sehen. Moment, was war da? Ging da nicht ein kleiner Weg in Gestrüpp hinein? Na, dann mal los!, dachte sich Bill und stolperte durch dorniges Geäst. Ihm schlugen viele Zweige ins Gesicht und zerkratzten seine Wangen, doch schon bald erreichte er eine Lichtung, an der sich ein kleiner mooriger Weiher befand, der gerade von der Sonne beschienen wurde. Er ging zum Ufer und entdeckte einen kleinen Steg an dem ein hölzernes Ruderboot befestigt war. Er stieg rein und setzte sich auf die kleine Bank. In dem Boot lagen nicht mehr als zwei Ruder, eine alte Decke und ein zerlöchertes Paar Schuhe. Wem dieses Boot wohl gehörte? Ohne nachzudenken griff Bill zu den Rudern, befestigte sie in den Haltern und stoß sich vom Steg ab. Das Wasser plätscherte um den Kiel und Bill fuhr das Boot immer weiter in die Mitte des Weihers rein. Durch das Wasser hindurch konnte er nicht erkennen, ob Fische an der Oberfläche schwammen. Da der Weiher wirklich klein war, gelangte Bill schon bald an das gegenüberliegende Ufer. Es war mit viel Schilf bewachsen und zwischendrin schauten ab und zu einige Seerosen heraus. Einen Fluss, den Bill noch weiter hätte entlang fahren können, fand er nicht. Also ruderte er wieder zurück an den Steg, der schon sehr morsch aussah. Er hatte die Fahrt genossen. Schließlich band er das Boot wieder am Steg fest und ging durch den Wald zurück auf die Straße. Die Sonne stand schon hoch. Als er das Hotel erblickte, bemerkte er erst, wie hungrig er war.Kapitel 3:Die AntwortIm Speisesaal saßen viele Leute. Doch an ihrem Tisch saß jemand anders. Er sah nur eine Frau mit blonden Haaren, die anderen konnte er nicht erkennen. Moment, das war doch Ramona! Erfreut lächelte Bill und schlängelte sich durch die Tische bis er zu ihrem gelang. Tatsächlich. Da saßen die drei Jungs, alle in ein Gespräch mit Ramona vertieft. Ob sie ihn überhaupt bemerkt hatten? Egal, beschloss Bill, dann hol ich mir eben erstmal mein Frühstück. Dieses mal packte er sich seinen Teller ganz schön voll. Zwei Toasts, ein Croissant und ein Ei- und natürlich der Tee, der gehörte immer dazu. Wieder zurück am Tisch setzte er sich auf den letzten Stuhl. Der erste der ihn bemerkte, was Gustav, der links neben ihm saß. “Hey, Bill, da biste ja!”, rief er erfreut. Nun hatten ihn auch die anderen gesehen. “Na, wo warste denn. Erzähl!”, wollte Tom sofort alles wissen. Bill musste grinsen. Sie waren schon wie eine Familie zusammengewachsen. Keiner konnte es lang ohne die anderen aushalten. Bill winkte ab. “Och, nix besonderes.”, meinte er. Dann wendete er sich Ramona zu. “Wie geht’s deiner Wunde? Warum bist du schon wieder hier?”, fragte er sichtlich interessiert. Ramona lächelte ihn an. “Isch darf für einen Tag raus. Isch wurde genäht, mir geht es ganz gut. Isch wollte eusch fragen, ob ihr Lust hättet heute was mit mir zu unternehmen?” Die Jungs blickten sich an. Keiner war dagegen. Natürlich ergriff Tom gleich das Wort: “Klar! Ham heut Nachmittag nur noch nen Termin, aber bis dahin gern! Haste an was spezielles gedacht?” Ramona nickte. “Isch wollte eusch einen sehr schönen Platz von mir zeigen, zu dem isch immer gehe wenn isch misch nischt wohl fühle. Um 12 treffen wir uns vor dem Hotel, ok?” Bevor irgendjemand hätte antworten können stand sie auf und ging raus. “Yeah!”, grinste Tom. “Die is echt heiß.” Bill verdrehte die Augen. Konnte er es nicht einmal lassen, jeder Frau, die hübsch war, hinterher zugaffen?, fragte sich Bill. Außerdem war er ein wenig wütend auf Tom. Immerhin hatten sie es IHM zu verdanken, dass Ramona zu ihnen kam. ER hatte den Kontakt mit ihr begonnen. Hatte er da nicht auch das Recht, ein wenig Anspruch auf sie zu nehmen? Nicht das er neidisch war, nein, aber irgendwie gefiel Ramona ihm ebenso.Um Punkt 12 standen die Jungs draußen. Tom hatte sich extra noch geduscht und die Haare gewaschen. Aber Bill hatte auch neue Schminke drauf getan und seine Haare gestylt, er wollte ja nicht rumlaufen wie der letzte Penner! Gustav und Georg gingen wie immer los. Normaler Style, normale Klamotten, normale Schuhe,…Obwohl, hatte er sich die Haare nicht besonders glatt gekämmt? =) Er interessierte sich also doch für sie. Jaja, der gute alte Georg! Ramona traf 10 Minuten zu spät ein. Typisch Frau!, dachte sich Bill und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ramona trug einen Jeans-Minirock, dazu ein beige-farbenes Top und Riemchensandalen. Ihre Locken fielen ihr offen über die Schultern. Sie hatte einen Seitenscheitel, sodass genau ihre Narbe von ein paar Strähnen bedeckt wurde. Außerdem hatte sie ein wenig Make-up aufgetragen, passend zu ihrem Outfit. “Man, die Frau hat Stil!”, sagte Tom, nachdem er Ramona mit seinem Checker-Blick “abgecheckt” hatte. Bill, Gustav und Georg fingen laut das lachen an. Auch Ramona musste Grinsen. Tom lief rot an. “Das hab ich aber eben nich laut gesagt, oder?” “Doooch!”, meinten Georg, Gustav und Bill wie aus einem Munde. Da musste Tom auch lachen, und endlich gingen sie los. Die fünf hatten viel Spaß miteinander. Sie diskutierten, lachten und schwiegen. Alle fühlten sich wohl. Nach einer Weile, keiner hatte auf die Zeit geachtet, gelangten sie an eine Lichtung. Anscheinend waren sie durch einen Wald gegangen. Einen Augenblick, dachte Bill, das kommt mir irgendwie bekannt vor! Und ehe er sich versah standen sie auch schon vor dem Steg. Das war genau die Stelle, an die er heute Vormittag schon einmal gelangt war! Bill lächelte. Nun wusste er, wem das Boot gehörte. Oder gehörte es überhaupt Ramona? “Von wem isn das kleine Boot da?”, nahm Tom ihm die Frage aus dem Mund. Ramona schwieg erst einen Moment; dann begann sie zu erzählen: “Es gehörte ursprünglich mal meinem Großvater. Er lebte hier als ein einfacher Bauer, doch dann kamen irgendwelche Städter und vertrieben ihn. Er musst in die Stadt zogen und lebte dort bis er starb. Er liebte es hier. Als kleines Kind bin isch ihn oft hier besuchen gekommen. Mein Vater sollte den Hof übernehmen, doch er wurde abgerissen. Den Weiher hat zum Glück nie jemand entdeckt. Das Boot baute mein Großvater. Isch liebe es mich reinzusetzen und misch einfach auf den See hinaustreiben zu lassen. Dann hänge isch immer meinen Gedanken nach und manchmal lese isch auch ein Buch. Isch denke immer an die schöne Zeit, zu der es den Hof noch gab. Meine Mutter wollte mir es immer verbieten hier her zu kommen. Sie mochte Opa nie. Zum Glück holte misch Papa hierher- bis er dann starb. Er hatte Krebs-” hier brach Ramona ab. Die Jungs waren berührt. Bill hätte nie gedacht, das es so eine traurige Geschichte mit einem kleinen Boot auf sich haben könnte. Langsam trat er nah an Ramona an und legte die Arme von hinten um ihre Hüften. Sie wehrte sich nicht. Er stützte sein Kinn auf ihrer Schulter ab und schloss die Augen. Er atmete ihren Geruch ein. Sie roch nach einer Mischung aus frischen Blumen und Honig. Er genoss diesen Moment von Stille. Schließlich schlug Gustav vor, mit dem Boot raus zufahren. Da aber höchstens zwei in das Boot passten, einigten sie sich, das zuerst Gustav allein fahren sollte, er hatte nix dagegen, dann Tom und Georg und zuletzt Bill und Ramona. Tom warf Bill einen neidischen Blick zu, sah dann aber ein, das sich Ramona anscheinend mehr für Bill zu interessieren schien, als für ihn. Tom und Georg legten sich auf zwei relativ breite, in der Sonne gelegene, Steine und unterhielten sich. Bill und Ramona lehnten sich an einen Baumstamm und schwiegen. Als Ramona Bills Hand mit der ihren berührte, durchfuhr es ihn wie einen Schlag. Doch als sie keine Anzeichen machte, die Hand wieder weg zu bewegen, nahm er sie und begann sie sanft zu streicheln. Sie rückte noch ein Stückchen näher an ihn ran. Sie schauten Gustav hinterher. Er war schon fast in der Mitte des Sees angelangt und es schien ihm zu gefallen. Die Sonne stand schon sehr hoch. Bill seufzte. Es war echt Wahnsinn, das er genau diese Stelle heute Vormittag gefunden hatte. Sollte er den anderen und Ramona davon erzählen? Oder wollte er es nicht lieber als sein “kleines Geheimnis” bewahren? Er wusste es nicht. Jedenfalls drehte er den Kopf zu Ramona. Sie hatte ihre Augen geschlossen und sah aus wie ein Engel. Bill bewegte seinen Kopf in ihre Richtung. Plötzlich schlug sie die Augen auf. Und dann kam, was kommen musste: Sie küssten sich! Es war ein langer Kuss. Währenddessen brausten tausend Gedanken durch Bills Kopf. Was machte er denn da gerade? War es das was er wirklich wollte? Was würde Tom sagen? Ob er sie gerade sah? Doch dann hörte er auf zu denken und genoss den Moment. Ramona war eine äußerst gute Küsserin. Nicht zu stürmisch. Genau perfekt. Als sich ihre Zungen trafen, dachte Bill, er würde fliegen. Über hunderte von Wolken. Zusammen mit Ramona. Der Kuss kam ihm vor wie eine Ewigkeit. Als sie die Augen wieder öffneten, blickten sie sich erstmal an. Dann mussten beide lächeln und kuschelten sich aneinander. Gustav saß dort, wo Tom und Georg vorher gesessen waren, und hörte Musik. Er schien ihren Kuss nicht zu bemerkt haben. Tom und Georg waren nicht zu sehen, wahrscheinlich erkundeten sie gerade das Ufer nach irgendwelchen interessanten Sachen. Bill sah auf die Uhr. Viertel nach drei. Verdammt! In einer Stunde mussten sie beim Hotel sein! Dort würden sie dann mit David zu ihrem Termin fahren! Bill sprang auf und rief nach Tom und Georg. Gustav und Ramona warteten schon an der Lichtung, als Georg, Tom und Bill kamen. Der Heimweg verlief ruhig. Es wurden kaum Worte gewechselt. Im Hotel verabschiedeten sich Bill und Ramona voneinander und verabredeten sich für den Abend. Da kam auch schon David aus der Tür spaziert und sie fuhren los.Kapitel 4:AbfuhrDas Shooting war spaßig. Die Jungs durften sich lustige Posen und Grimassen ausdenken, und ganz neue Klamotten anprobieren. Dementsprechend gut wurden dann auch die Fotos. Keiner dachte an die Uhrzeit. Auch David durfte einige Spaßfotos von sich machen, natürlich wurden die nicht veröffentlicht. Das Shooting dauerte glatt drei Stunden. Um halb acht waren alle wieder im Hotel. Gustav und Georg sprangen sofort unter die Dusche, Tom wollte noch irgendwohin und Bill setzte sich erstmal in seinen Ohrensessel. Mmh, dachte er, das war echt n cooler Tag! Erst die Aktion mit Ramona, und dann das Shooting! Jetzt fehlte nur noch ein entspannender Abend, den sie sicher bekommen würden. Bill stand auf, zog sich aus und ging unter die Dusche. Er schloss die Augen und ließ den Schauer auf sich runterprasseln. Auf einmal dachte er an Ramona, ihre super Figur und ihre Schönheit. Er spürte wie sich sein “kleiner Freund” zu Wort meldete. Schnell schaltete er das Wasser auf eiskalt. Es half. Fünf Minuten später stand er vor Tom´s Zimmertür, doch keiner öffnete ihm. Wo er wohl war? Bill ging weiter zu Gustav´s Tür. Er hörte ein Stimmengewirr. Georg öffnete ihm. Im Zimmer saßen Gustav und Tom. “Hi”, sagte Bill. “Da seid ihr ja. Ich sag euch, ich hab nen Mords Hunger! Wie wärs, gehen wir unten was Essen? Vielleicht treffen wir ja da schon Ramona.” Als er Ramona sagte, huschte ein Lächeln über Toms Gesicht, das aber keiner bemerkte. Sie beschlossen noch eine Weile auf dem Zimmer zu bleiben und ein wenig auszuspannen und dann runter zu gehen. Also flackte sich Bill noch aufs Bett und schaute den anderen beim Rangeln zu. Georg kitzelte Tom durch und Gustav lachte sich nur den Arsch ab. Bill lächelte. Es war wirklich schön mit den dreien rum zu reisen. Sie hatten eigentlich immer Spaß miteinander, und falls es doch mal einen Streit gab, war der nach kurzer Zeit wieder vorbei. Bill dachte nur selten an zu Hause. Ganz selten hatte er Abends, wenn er schon im Bett lag, ein wenig Heimweh und hätte am liebsten die ganze Tour geschmissen. Er wurde von einem lauten Klopfen an der Tür aus seinen Gedanken gerissen. Gustav rief: ”Herein!”, und kurz darauf spazierte David ins Zimmer. “Hey Jungs”, meinte er. “Wollt ihr nich mal was essen? Ich für meinen Teil bin ziemlich hungrig.” Also gingen sie runter und setzten sich an ihren Tisch. Das Essen war lecker und alle amüsierten sich gut, doch irgendwie konnte Bill dem Gespräch nicht richtig folgen. Er musste an Ramona denken. Wollte sie nicht auch mit ihnen Essen? Oder hatte sie schon auf sie gewartet? Er wusste es nicht. Vielleicht würde er wenn sie fertig waren einfach mal bei ihrem Zimmer vorbeischauen. Er blickte in die Runde. Alle lachten und aßen. Bemerkten sie überhaupt, dass er nichts sagte und auch kaum etwas aß? Na ja, so viel redete Bill nicht, aber trotzdem, mindestens einem von ihnen müsste aufgefallen sein, dass er anders war als normal.Der Nachtisch wurde aufgetischt und endlich sagte Bill etwas: “Hey, wisst ihr wo Ramona ist?” Alle starrten ihn an. Also hatten sie doch bemerkt, dass er noch existierte. Die drei schauten so verdutzt, das Bill lachen musste. Er konnte sich nicht mehr auf dem Stuhl halten und kullerte auf den Boden, was ihn aber nicht daran hinderte, weiter zu lachen. “Scheiße alter, was hast du genommen?”, bemerkte Tom. “Man krieg dich mal wieder ein, es schaun schon alle zu uns. Willst uns peinlich machen, ne?!” Mittlerweile hatte sich Bill wieder auf seinen Stuhl gehievt und aß seinen Nachtisch. “Man Tom, darf man mich mal mehr nen Lachanfall haben oder was?!”, fragte Bill ironisch und musste schon wieder grinsen. Tom schüttelte nur den Kopf und fing an seinen Nachtisch zu verschlingen. Glatte zwei Minuten später war er fertig. Man, wie kann der nur so viel essen?, dachte Bill.Ramona kam nicht mehr. Selbst als sich Bill noch für eine halbe Stunde in die Hotelbar hockte, war von ihr keine Spur zu entdecken. Also gab Bill es auf und machte sich auf den Weg in sein Zimmer. Es lag im fünften Stock, doch Bill ging mal zur Abwechslung mal die Treppen. Als er im dritten Stock angelangt war, entschied er sich doch noch, bei Ramona zu klopfen. Das Zimmer war leer, doch die Balkontür stand offen. Er trat auf den Balkon. Dort sah er Ramona. Sie saß in einem der Liegestühle und hatte die Augen geschlossen. Wahrscheinlich war sie eingeschlafen. Bill versuchte sie wach zu rütteln. Vergebens. Also hob er sie von ihrem Stuhl und trug sie vorsichtig aufs Bett. Sie war sehr leicht. Nachdem er sie zugedeckt und die Balkontür geschlossen hatte ging schließlich auch er schlafen. Er schlief nicht sonderlich gut. Um die viermal wachte er auf, jedes mal von einem neuen Albtraum geplagt. Immer wenn er die Augen geöffnet hatte, wusste er nicht mehr, von was er geträumt hatte. Endlich war es Morgen. Bill war schlecht gelaunt, weil Ramona gestern Abend nicht aufgetaucht war und weil er schlecht geschlafen hatte; er war ein Morgenmuffel. Als Bill an den voraussehenden Tag war wurde ihm übel. Heute hatten sie einen Termin nach dem anderen, und auch wenn sie Mittagspause haben würden, das machte gar nix besser. Er wollte Ramona sehen, und nicht irgendwelchen idiotischen Redakteuren Fragen beantworten, die er sich schon hundertmal anhören musste. Aber er hatte keine Wahl. Zusammen mit Tom und Georg ging er runter zum Frühstück. Man, wie kann Gustav immer so früh aufstehen???, dachte sich Bill. Tom blickte ebenfalls sehr verschlafen rein. Selbst als drei hübsche Mädls an ihnen vorbeiliefen kam von Tom keine Reaktion. Normalerweise hätte er sich jetzt ihre Nummern besorgt und heftig mit ihnen geflirtet, aber heute…Der Tag verlief genau so wie Bill ihn sich vorgestellt hatte: Langweilige Interviews, langweilige Fotos, langweilige Leute. Bill konnte sich während des ganzen Tages nicht richtig konzentrieren, weil er immerzu an Ramona denken musste.Kapitel 5:Sex und TraumBill hatte gerade aufgehört an Ramona zu denken, als er sie sah. Sie unterhielt sich mit einem seltsam gekleideten Mann. Er konnte nicht viel verstehen, aber an ihren Gestiken bemerkte er, dass sie sehr aufgebracht zu sein schien. Bill beobachtete sie. Sie war sehr, sehr hübsch, obwohl sie müde aussah. Während er die beiden beobachtete, hatte er nicht gemerkt, wie die anderen dazukamen. “Na, willst dir nix zum Essen holen?”, fragte Georg mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Oh, das hatte er ja ganz vergessen. Eigentlich waren sie nämlich zum Abendessen da. Er wandte den Blick ab und setzte sich auf den Stuhl. “Komm, Alter. Vergiss es, ok? Das wird doch nie was, die Frau is viel zu alt für dich.”, versuchte Tom ihn aufzumuntern. Ja, dachte Bill, er hat wohl Recht. Hab ich mir echt jemals eingebildet bei ihr Chancen zu haben? Andererseits, was war dann mit dem Kuss am Weiher? Bedeutete er ihr gar nichts? Bill wusste es nicht. Also redete er mit den anderen. Sie waren eine gute Ablenkung, das gefiel ihm. Tom und Georg wollten schon wieder auf Mädchensuche gehen. Bill verdrehte die Augen. Gustav riet den beiden davon ab, und Bill stimmte ihm zu. Sie würden einfach mal einen entspannenden Abend im Hotel einlegen. Fernsehen, Chips Essen und gammeln. Also aßen die Jungs zu Ende und machten sich auf den Weg in Bills Zimmer, das wie immer der Treffpunkt war. Zum Glück hatte Bill ein großes Bett und ein Sofa, wo sie sich alle drauf werfen konnten. Nach langem Rumzappen, merkten sie, dass nix gescheites im fernsehen lief. Die vier gingen dann ziemlich schnell schlafen, aber Bill beschloss noch einmal bei Ramona vorbeizuschauen. Als er klopfte kam zuerst nichts, doch dann hörte er ein schwaches “Herein!”, dass einfach nur von Ramona kommen konnte. Puh, er war also an der richtigen Tür angekommen. Ramona lag auf dem Bett und hatte ein Buch in der Hand. Auf der Platzwunde klebte ein dickes, weißes Pflaster. Ihre Haare waren umgedacht und lagen ihr einfach so auf den Schultern. Sie blickte ihn an und sagte nichts. Es herrschte einen Moment Stille, doch dann legte sich Bill neben sie. Ramona packte ihr Buch weg und sah in an. Sie sagten immer noch nichts. Wie auf Kommando kamen sich beide näher und küssten sich. Bill flog auf Wolken. Ein warmes Gefühl durchströmte seinen Körper. Er schmiegte sich an Ramona. Ihre Haut fühlte sich weich an. Bill schob seine Hand an Ramona´s Körper runter und begann ihre Hose aufzuknöpfen. Auch sie machte sich an seinen Kleidern zu schaffen. Als Bill in sie eindrang, dachte er, es wäre der beste Moment seines Lebens gewesen. Ihre Körper verschmolzen miteinander. Es dauerte sehr lange und beide genossen es sehr. Als Bill auf die Uhr schaute zeigte sie 2.45h! Oh scheiße!, dachte Bill verstört. Dann bin ich morgen schon wieder so unausgeschlafen!!! Er verabschiedete sich von Ramona und schlich in sein Zimmer. Er konnte jedoch nicht einschlafen; tausend Gedanken wirrten durch seinen Kopf. Wie würde es weiter gehen? War es für Ramona vielleicht doch was ernstes? Er sollte mit ihr reden. Morgen… Mit diesen Gedanken schlief Bill dann doch noch ein. In der Nacht hatte Bill einen seltsamen Traum: Ich gehe durch einen Wald. Überall Bäume und Sträucher. Nichts regt sich. Keine Tiere oder Menschen in Sicht. Auf einmal komme ich zu einer Lichtung. Dort treffe ich eine Frau. Sie ist sehr hübsch und erinnert mich an irgendwen, ich weiß aber nicht genau wer. Sie spricht zu mir, in einer seltsamen Sprache, doch trotzdem verstehe ich alles. Sie nimmt meine Hand und zieht mich zu einem kleinen Boot. Wir setzen uns hinein und fahren auf einen kleinen, moorigen Weiher. Dann küsst sie mich und wir schlafen miteinander. Wie in Trance bringt sie mich zurück zur Kreuzung und sagt ich soll gehen. Ich gehorche ihr. Doch als ich mich plötzlich umdrehte, sah ich, wie sie Tom ebenfalls zu dem Boot zog. Dann wachte ich auf…Kapitel 6(aus Bills und Toms Sicht):Was war da los?Bill dachte lange über den Traum nach. Wer war diese Frau gewesen? Und inwiefern hatte Tom eine Rolle? Hatte das alles mit der Wahrheit zu tun? In Gedanken versunken setzte sich Bill an einen Tisch in seinem Zimmer, nahm Block und Stift zur Hand und begann zu schreiben:Alles ist andersWenn du nich bei mir bistAlles ist schlechterWenn ich dich nich bei mir sehIch kann nicht lebenWenn ich dich nich hier habDenn ohne dich…Bill zerknüllte den Zettel und warf ihn in den Papierkorb. Das war doch Müll, was er da geschrieben hatte! Also noch mal von vorn:Ohne dich kann ich nicht seinWas ich bin, wie ich binOhne dich will ich nicht lebenNicht nach mein Zielen strebenOhne dich kann ich nicht seinDenn du…Verdammt! Wieso brachte er heute keinen gescheiten Text zu Stande? Genug Gedanken hatte er ja. Einen letzten Versuch noch:Meine Augen schaun mich müde anFinden keinen TrostIch kann mich nich mehr mit ansehnBin ich losAlles wasImmer wahrKann ich nich mehr in mir findenAlles wegWie im WahnSeh ich mich immer mehr verschwindenIch bin nich ich wenn du nich bei mir bistBin ich alleinUnd das was jetzt noch von mir übrig isWill ich nich seinDraußen hängt der Himmel schiefUnd an der Wand dein AbschiedsbriefIch bin nich ich wenn du nich bei mir bistBin ich alleinIch weiß nich mehr wer ich binUnd was noch wichtig isDas is alles irgendwoWo du bistOhne dich durch die NachtIch kann nichts mehr in mir findenWas hast du mit mir gemachtIch seh mich immer mehr verschwindenIch bin nich ich wenn du nich bei mir bistBin ich alleinUnd das was jetzt noch von mir übrig isWill ich nich seinDraußen hängt der Himmel schiefUnd an der wand dein AbschiedsbriefIch bin nich ich wenn du nich bei mir bistWill ich nich mehr seinIch lös mich langsam aufHalt mich nich mehr ausIch krieg dich einfach nich mehr aus mir rausEgal wo du bist komm und rette michIch bin nich ich wen du nichBei mir bistBin ich alleinUnd das was jetzt noch von mir übrig isWill ich nich seinDraußen hängt der Himmel schiefUnd an der wand dein AbschiedsbriefIch bin nich ich wenn du nich bei mir bisWill ich nich mehr seinIch lös mich langsam aufHalt mich nich mehr ausIch krieg dich einfach nich mehr aus mir rausEgal wo du bist komm und rette michIch bin nich ich wen du nichBei mir bistBin ich alleinUnd das was jetzt noch von mir porig isWill ich nich seinDraußen hängt der Himmel schiefUnd an der Wand dein AbschiedsbriefIch bin nich ich wenn du nichBei mir bistWill ich nich mehr sein…So entstand schließlich der Song “Ich bin nich Ich”. Bill war sehr zufrieden mit sich. Auch die anderen waren begeistert, als er ihnen den Song am Frühstückstisch vorlas. Sie beschlossen also, den Song gleich heut aufzunehmen, sie hatten sowieso vorgehabt ins Studio zu fahren. Grad als Bill in sein Zimmer trete wollte, hielt ihn eine Hand zurück. Es war Ramona. Erfreut drehte Bill sich um und drückte ihr einen Kuss auf den Mund. Sie lächelte. “Hey meine süße. Ich hab dich voll vermisst!”, sagte Bill fröhlich. “Ich dich auch…” Ramona. Moment, hatte sie etwa besser Deutsch gelernt? Wo war das ´sch´ das sie normalerweise anstatt einem ´Ch´ sprach? Bill grinste: ”Lernst du Deutsch während wir weg sind?” Ramona schaute geschmeichelt zu Boden. “Ja, es macht mir sehr Spaß. Ich bemühe mich immer sehr alles richtig auszusprechen und-” Bill ließ sie nicht ausreden sondern zog sie unsanft in sein Zimmer rein, schloss die Tür ab und drückte sie gegen die Tür. Wild begann er sie zu küssen. Bei den Erinnerungen an die vergangene Nacht wurde ihm immer ganz heiß und er hatte ein riesen Verlangen sie zu küssen. Als er ihr die Hose öffnen wollte, schob sie ihn weg. “Hey, was is los?”, fragte Bill sichtlich verwundert. “Kleiner, ich kann nicht. Es tut mir leid.” Mit diesen Worten verschwand sie aus seinem Zimmer. Verdutzt blickte Bill ihr hinterher.Als Ramona in ihrem Zimmer ankam, wartete Tom dort schon auf sie. Sie hatten Sex, und Tom dachte sich nur: Tja, Bill, ich krieg eben alle die ich will. Die Süße gehört jetzt mir! Vor dem Studio war ein riesen Anlauf von Fans. Das konnte Bill jetzt gar nich gebrauchen! Aber trotzdem unterschrieb er viele Autogramme und lies von sich Fotos machen. Im Studio wurde “Ich bin nich ich” und “Wenn nichts mehr geht” aufgenommen. Sie würden das Schrei-Album bald fertig haben. Die Lieder waren gut und es fehlten nur noch drei Titel. Die Fans würden sich wahrscheinlich alle drauf stürzen, sobald es auf dem Markt war.Es war ein heißer September-Tag. Wie konnte es Tom nur in diesen riesen Klamotten aushalten? Bill wäre es darin viel zu heiß. Aber nein, Tom wusste es ja besser. Bill sang mit sehr viel Gefühl und bemühte sich darum jeden Ton perfekt zu treffen. Die anderen war verwundert, denn oft hatte Bill gar keine Lust einen Song aufzunehmen, weil er dann viele Parts immer mehrere Male singen musste, und das kann ziemlich nervig werden. Überraschenderweise waren die Aufnahmen schon um halb vier fertig; den Rest des Nachmittags durften die Jungs so verbringen wie sie wollten. Im Hotel duschten sie erst einmal alle. Cool, dachte Bill, dann kann ich mal wieder bei Ramona vorbei schaun. Vielleicht hat sie ja Zeit für mich…Tom ließ den warmen Strahl auf sich runterprasseln und schloss die Augen. Geil, so ´ne heiße Dusche is schon was gutes!, dachte Tom zur selben Zeit. Ich will wieder zu Ramona, irgendwie muss ich dafür sorgen, das Bill was mit den anderen macht und ich sie ma wieder durchnehmen kann. Schon allein bei dem Gedanken wurde ihm noch wärmer.Mist, was wenn Bill schon bei ihr war? Er konnte ja nich so einfach klopfen. Was sollte er denn da sagen? Nee, das kam nich in Frage. Na, dann schau ich doch einfach mal bei Bill vorbei!, beschloss Tom. Als er an seiner Zimmertür lauschte hörte er noch ein Rauschen im Hintergrund. Yeah, dann is Bill also noch unter der Dusche!, dachte Tom erfreut und grinste. Schlendernd machte er sich auf den Weg in den dritten Stock. Wenn er an den Sex mit Ramona dachte bekam er eine Gänsehaut. Man, der Sex mit ihr war schon verdammt geil! Die Frau war erfahren, hatte einen echt bemerkenswerten Körper und war attraktiv. Genau richtig für Tom. So ´nen Typ brauchte er. Nix festes, nur zum Spaß. Armer Bill, da hatte er sich wohl mal wieder die falsche ausgesucht!Mittlerweile war er an ihrer Tür angelangt. Sie war leicht angelehnt, so als ob sie auf irgendwen warten würde. Tom betrat langsam das Zimmer und schloss die Tür…Bill schaltete die Dusche aus und hängte den Duschkopf zurück an seinen Haken. Mmh, fühlte er sich gut! Jetzt noch schnell neues Make-up drauf und frisch gestylt, und schwups konnte er sich auf den Weg zu Ramona machen. Als er an ihrer Tür klopfen wollte, hörte er von drinnen seltsame Geräusche. Stöhnen. Moment, war das nich Toms Stimme, die da in einem verführerischen Ton sagte: ”Yeah, du bist so geil, Baby!” Mit weit geöffneten Augen starrte Bill die Tür an. Er war wütend. Zitternd lehnte er sich gegen die Wand und schloss die Augen. Nein, redete er sich selber ein, Tom würde das nie machen. Er wusste genau, was ihm an Ramona lag. Unentschlossen stand Bill im Flur. Sollte er reingehen und alles klären? Oder besser zu Gustav und Georg schauen? Da war Tom sicher auch. Er bildete sich das doch nur ein! Bill entschloss sich für das zweite. Mit hängendem Kopf stolperte er zu Georg ins Zimmer rein. Er lag auf seinem Bett und blätterte in einer Zeitschrift. Gustav hatte mal wieder seine Ohrstöpsel im Ohr und trommelte auf seinen Beinen rum. Schien ja alles friedlich hier oben, nur, wo war Tom? Georg schaute zu ihm hoch. “Hey! Was´ n los? Schaust so düster drein!” Schweigend ließ sich Bill auf einen Sessel fallen. Er war blass und seine Haare waren zerzaust. Er sah sehr fertig aus. Georg legte die Zeitung weg und setzte sich auf. “Jetz sag schon!” Bill blickte hoch. In seinen Augen war nichts als leere. Jener kühne Schimmer, den die Kaulitz Twins hatten, war wie weggeblasen. “Ach”, begann er leise, “ich wollte eben zu Ramona. Doch ich glaube Tom ist bei ihr.” Eine kleine Träne lief ihm über die Wange als er die Augen schloss. Betroffen sah Georg ihn an und nahm in vorsichtig in den Arm. “Hey, kleiner, das wird schon wieder. Am besten ihr redet nachher mal miteinander.”, versuchte Georg ihn zu trösten. Bill schüttelte den Kopf. In diesem Fall sah er keine Hoffnung. Wenn eine Frau mal Tom´s Charme verfallen war, dann war sie nicht mehr zu retten. Auf einmal überfiel Bill Müdigkeit. Er schlief auf dem Sessel ein. Er merkte nicht wie ihn Gustav und Georg auf das Bett legten und sich leise raus schlichen.Kapitel 7: FightAls Bill aufwachte dämmerte es schon. Verwirrt setzte er sich auf und rieb sich die Stirn. Aah, wie das schmerzte! Erst jetzt bemerkte er, dass er noch seine Anziehsachen anhatte und noch geschminkt war. Verdammt, was war denn los? Wieso war er hier in Georgs Zimmer und wieso war er nicht umgezogen? Langsam dämmerte es ihm. Er musste wohl auf dem Sessel eingeschlafen sein und bis jetz durchgeschlafen haben. Nur, wo waren die anderen? Hatte Georg dann in seinem Zimmer geschlafen? Bäh, dachte sich Bill, hoffentlich hat er nich irgend ein Mädl mit angeschleppt und es in seinem Zimmer getrieben! Bei dem Gedanken wurde Bill ganz übel. Ein letztes mal streckte er sich aus und stand dann auf. Oh je, hoffentlich war Georg schon auf, denn so würde er garantiert nicht zum Frühstück gehen! Seine Schminke war komplett verwischt und seine Haare standen ihm vom Kopf als hätte er in eine Steckdose gefasst! Nein, das wär ja echt schlimm, wenn ihn so auch noch Fans oder die Presse sehen würden. Also stand er auf, sperrte das Zimmer ab und schlich acht Türen weiter zu seinem Zimmer. Als er sein Ohr an die Tür legte hörte er ein unermesslich lautes Schnarchen mit einigen Grunzern. Bill konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und öffnete die Tür. Bei Georgs Anblick prustete er los. Das war einfach zu komisch! Georg lag quer auf dem Bett, der Kopf und ein Fuß hingen auf jeweils einer Seite runter, und er hatte ein Bein so komisch angewinkelt. Die Decke hatte er auf den Boden geworfen. Aus einem Mundwinkel tropfte Sabber. Schnell huschte Bill ins Bad, füllte einen Becher mit eiskaltem Wasser voll, ging zum Bett und flatsch, kippte er es über Georgs Gesicht. Wie von der Tarantel gestochen sprang dieser auf und schrie: “Ah, Hilfe, was war das?” Bill krümmte sich vor Lachen und warf sich auf den Boden. Georg sah aus wie ein begossener Pudel. Mittlerweile hatte auch Georg verstanden, was passiert war. Beleidigt setzte er sich zurück aufs Bett und trocknete sich sein Gesicht ab. “Och man Bill, musste das jetz sein? Hab grad so schön geträumt.”, motzte er ihn noch ein wenig verschlafen an. Doch Bill interessierte das reichlich wenig also verzog er sich ins Bad um sich frisch zu machen. Als er zurückkam war Georg schon verschwunden. Gut gelaunt marschierte Bill zu Toms Zimmer um ihn zu wecken. Mit einem “Guten Mooorgeeeen” spazierte er ins Zimmer. Das Bett war ordentlich gemacht und von Tom war keine Spur zu sehen. Schlagartig wurde Bill klar wo Tom war. Seine Laune sank auf den Null-Punkt. Er erinnerte sich an den Abend zu vor als er zu Ramona gehen wollte. Scheiße! Der Tag war somit für ihn gelaufen. Also ging er alleine zum Frühstück. Georg und Gustav erwarteten ihn schon. “Na, gut geschlafen?”, begrüßte ihn Gustav. “Mmh”, gab Bill trocken zurück. Die anderen wussten sofort wieso er so schlecht gelaunt war. Gerade als Bill einen dicken Happen von seinem Brot nehmen wollte kam Tom zur Tür reinspaziert. Er hatte ein genießerisches Grinsen auf dem Gesicht und kam lässig auf sie zu geschlendert. “Boar, hab ich gut geschlafen!”, meinte er. Bill warf ihm tödliche Blicke zu. Eine Weile hielten sie Blickkontakt. Sie unterhielten sich mal wieder ohne Worte. Nein, du hast es nicht mit ihr getan, oder?, gab Bill ihm mit einem traurigen Blick zu verstehen. Alter, was is los? Du hast ja nix festes mit ihr, oder? Dann kann ich wohl auch meinen Spaß mit ihr haben, konterte Tom. Traurig schüttelte Bill den Kopf. Nein, Tom, eigentlich nicht, du wusstest ganz genau was sie mir bedeutet. Das werde ich dir nie verzeihen. Bill drehte sich zurück und biss noch einmal herzhaft in sein Brot hinein. Ein wenig verunsichert schnappte sich Tom ebenfalls eine Semmel und einen Orangensaft und setzte sich schweigend zu den anderen. Es harschte eine Weile Stille. Diese unerbärmliche Stille, die keiner beenden wollte. Doch zum Glück wurde ihnen diese ”Aufgabe” genommen, denn Ramona setzte sich an den Tisch, genau zwischen Bill und Tom. Sofort nahm Bill ihre Hand und drückte ihr einen Kuss auf den Mund. Gewinnerisch blickte er zu Tom. Doch dieser ließ sich das nicht einfach so gefallen. Er legte ihr seinen Arm um die Schultern, drehte ihren Kopf zu sich, blickte ihr romantisch in die Augen, und seufzte genießerisch. Bill kniff die Augen zusammen. Wenn Blicke töten könnten!!! Ramona schien nix von dem Streit zwischen den zwei Brüdern zu merken, denn sie stand auf und holte sich ebenfalls Frühstück. “Ey, lass sie, verstanden?”, zischte Bill. Doch das ließ Tom kalt. Er schaute ihn nur mit einem verachtenden Blick an und meinte ruhig: “Bill, kleiner, is dir noch nich aufgefallen, dass du nich jede haben kannst? Vergiss es, die is mit dir durch.” Bill durchfuhr ein stechender Schmerz. Wieso musste Tom nur so fies sein?, dachte er verzweifelt. Aber ich werde nicht aufhören zu kämpfen. Mit diesem Gedanken legte Bill sein Brot nieder und stürmte aus dem Saal. Georg und Gustav starrten ihm perplex hinterher. Gustav verdrehte die Augen. Was mussten die auch immer nur an Frauen denken? Das konnte echt verdammt nervig werden. Tom stürzte hinter Bill her. Bill wollte gerade seine Zimmertür zuschlagen als Tom sich noch schnell reinquetschte. “Was soll die scheiße”, schrie Bill. Tränen rannten über seine Backen. Tom starrte ihn an. “Bill! Lass es uns klären!” “NEIN! SIE GEHÖRT MIR! FÜR IMMER!”, schluchzend fiel Bill auf dem Boden. “Bill, wenn sie dir so wichtig is dann kannste sie haben. Ich wird meine Finger von ihr lassen. Versprochen!” Als Bill Tom anschaute hatte er rote verquollene Augen. Er nahm Tom in den arm und drückte ihn ganz fest an sich und schluchzte noch einmal herz zerreißend. Doch insgeheim dachte sich Tom: Ha, Junge, denkst wohl, nur weil du hier ne Heul-Nummer abziehst wird ich sie nich mehr flachlegen? Träum weiter…Kapitel 8(aus Gustavs Sicht): Ein anderer FanJA! Wochenende! Frei!, dachte ich erfreut. Die ersten Sonnenstrahlen schienen in mein Zimmer und ich kroch aus dem Bett. Viertel vor sechs. Oh, da merkte man mal wieder das ich ein Frühaufsteher war! Na ja, was soll’s, geh ich eben noch ein bisschen durchs Hotel. Also zog ich mich schnell an, putzte mir die Zähne und schlenderte nach draußen. Im Gang war noch gar nix los. Aus einigen Zimmern drang lautes Schnarchen. In der Eingangshalle war selbst das licht noch aus. Klar, wer war denn auch jetzt schon wach? In einem Raum, in dem eine Playstation 2, einige Sofas und ein Kicker standen war niemand. Oder doch, Moment, da saß doch tatsächlich ein Mädchen auf dem Sofa! Ich setzte sich wortlos neben sie und schaute sie an. Sie hatte gelocktes, brustlanges braunes Haar. Sie war schlank, hatte sonst eine gute Figur und ein schönes Gesicht. Ihre Lippen waren voll und geschwungen und sie hatte hoch stehende Wangenknochen. Der Anblick faszinierte mich. Sie hatte die Augen geschlossen und hörte Musik. Ich lächelte. Vorsichtig nahm ich ihr einen Ohrstöpsel aus dem Ohr und sagte: “Hi! Noch ein Frühaufsteher.” Erschrocken starrte sie mich an. “Oh…äh…ja…hi! Ähm, wer bist ´n du?” “Äh, Lukas. Ich bin hier auf Tour mit meiner Band.” Ja! Sie schien Tokio Hotel nicht zu kennen, sonst hätte sie ihn auch erkannt. “Cool. Melli!” Sie streckte mir ihre zierliche Hand entgegen und ich schüttelte sie. “Man, ich bin hier noch für zwei Wochen! Meine Eltern schauen sich jeden tag irgendwas anderes an. Ich bleib aber meistens im Hotel, hab nich so Bock auf Kultur! Wie alt bist du?”, fragte sich mich interessiert. “Ich bin 17 - ich bin zwar klein, aber fein!”, das war mein Spruch, den sagte ich immer. “Cool bin grad 16 geworden. Ich bin auch klein!” Sie zwinkerte mich an. Erst jetzt bemerkte ich ihre wunderschöne Augenfarbe. Eine Mischung aus leuchtendem Grün und tiefem Blau. Je nach dem wie das Licht drauf schien. Sie war ein offener Typ, das bemerkte ich jetzt schon. Aber nicht aufdringlich. “Sag mal”, begann sie, “wie heißt deine Band?” Oh nein, das musste kommen! Hoffentlich hatte sie nix von uns gehört. Denn nicht alle mochten Tokio Hotel! “Äh, na ja, Tokio Hotel.”, stotterte ich ängstlich. Sie weitete ihre Augen. “Nee, oder? Aber nich die aus Magdeburg, oder?” Mist! Also doch. Jetzt gab es kein zurück mehr. “Ähm ja.” “Eeecht??? Boooar! Dann bist du, warte mal dann bist du der Gustav!!! Ich hab dich gar nich erkannt, ich hab noch keine Kontaktlinsen drin und bin stark kurzsichtig. Warte mal, sind die anderen auch hier???” Ich musste lachen. Also doch ein Fan. “Ja, ich bin Gustav, sorry das ich vorhin nen anderen Namen gesagt hab. Wollte nich das du das sofort merkst. Klar is Tom auch hier. Und Bill und Georg natürlich auch.” Sie hielt sich die Hand vor den Mund und starrte mich ungläubig an. “Ich fass es nich!”, flüsterte sie. Völlig unerwartet umarmte sie mich. “Ich bin echt ein riesen Fan von euch. Aber bei mir ist es nich so, das ich mich in einen von euch verliebt hab oder so. Ich mag eure Musik halt voll gern!” “Wie wärs”, schlug ich vor, “wir ham das ganze Wochenende frei, dann können wir ja mal was unternehmen?!” Gustav! Redete ich mir selbst ein. Jetz werd du nich auch noch so. Na ja, ein Flirt war ja erlaubt. “Ok, cool!” Melli stand auf. Ich auch. Ich konnte es nicht fassen, sie war kleiner als ich! Lächelnd ging ich in den Frühstücksraum. Bill und Tom unterhielten sich freudig. Hä? Was war denn hier los? Haben die sich nich gestern noch voll gezofft? Na ja, egal, auch gut. “Hey!”, rief ich. “hab eben ´n echt süßes Mädl kennen gelernt. Ich unternehm wahrscheinlich was mit ihr. Ach ja, sie is ´n Fan. Aber sie mag halt nur die Musik. Is nich in einen von uns verknallt oder so.” Gleichzeitig fingen Bill und Tom an zu grinsen. Da merkte man mal wieder, dass die beiden Zwillinge waren! “Der gute alte Gustav!”, bemerkte Tom. “Von außen ganz der Liebe, aber innerlich verrucht wie ne Sau!” Ich musste Grinsen. “Hey! Ich bin auch nur ein Mensch! Ich darf auch flirten, ok?”, konterte ich lachend. Das Frühstück war wirklich spaßig. Ich liebte es mit den anderen Jungs zusammen zu sein. Später in der Lobby wartete ich auf Melli. Ich freute mich wahnsinnig darauf was mit ihr zu unternehmen. Sie war echt voll süß! Nachdem ich 10 endlose Minuten gewartet habe trat ich auf den Hotelparkplatz. Ich hörte ein leises kichern. Ich blickte in die Richtung wo ich es vermutete und dann sah ich sie. Melli und ein Junge. Sie küssten sich. Er streichelte ihr über die Wange. Nein! Ein stechender Schmerz durchfuhr mich. Ich wollte wegrennen doch meine Beine weigerten sich. Und dann rief ich: “Melli!” Erschrocken blickte sie mich an und hauchte: ”Gustav!”….Kapitel 9(again Gustav…):UnendlichkeitIch wollte nur noch weg. Endlich hatte ich die Kontrolle über meine Beine zurück gewonnen. Ich wusste nicht wo ich hin rannte, denn ich konnte alles nur verschwommen sehen. Tränen rannten über mein Gesicht und hinterließen Spuren. Durch meinen Kopf flogen Bilder. Gedanken. Fragen. Ich sah mich und Melli auf dem Sofa sitzen. Warum tat sie mir das an? Hatte sie denn nicht gemerkt das ich mich in sie verknallt hatte? Oder dachte sie einfach nur, dass sie bei mir sowieso nie landen könnte? Ich blieb stehen. Ich war unbewusst zu dem Weiher gelangt, zu dem Ramona sie schon einmal geführt hatte. Erschöpft setzte ich mich auf den Boden und lehnte mich an den Baumstamm. Ich wischte mir die Schweißperlen vom Gesicht und schloss die Augen. Vergiss sie!, redete ich mir selbst ein. Auf einmal hörte ich Schritte. Sie kamen näher. Erschrocken öffnete ich die Augen. Da sah ich Melli. Sie stolperte auf mich zu und ließ sich neben mich fallen. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie hinter mir her gelaufen war. Wir redeten nichts. Ich nahm vorsichtig ihre Hand und begann sie zu streicheln. Wir schauten uns an. Ihre Augen leuchteten. Ich konnte mich an ihnen nicht satt sehen. Dann, ganz langsam, näherten sich unsere Gesichter. Ich schloss die Augen und öffnete meinen Mund. Als unsere Lippen aufeinander trafen entstand in mir ein Feuerwerk. Abwechselnd wurde mir heiß und kalt. Zum Glück saßen wir, denn auf meinen butterweichen Knien hätte ich jetzt nie stehen können. Ich rückte näher an sie ran und drückte sie ganz fest an mich. Sie roch wieder sehr gut. Dieser Moment dauerte eine Ewigkeit, und ich genoss jede Millisekunde. Als sich unsere Lippen wieder voneinander lösten, lächelte sie zaghaft und flüsterte: “Es tut mir Leid. Vorhin- ich wollte das nicht. Ich verspreche dir, das wird nie wieder vorkommen.” Ohne mich antworten zu lassen zog sie mich wieder an sich und küsste mich noch mal. Ich schwebte im siebten Himmel. Das Mädchen war wirklich der Wahnsinn! Auf sie konnte er einfach nicht sauer sein. Schließlich standen sie beide auf und spazierten fröhlich zurück. Händchenhaltend liefen wir auch durch die Hotelrezeption. Im 4.Stock verabschiedeten wir uns voneinander und beschlossen uns am Nachmittag wieder zu treffen. Ich musste mal kurz bei den anderen vorbeischauen, wir hatten uns nämlich zum Mittagessen verabredet und ich wusste nicht genau wann das sein sollte. Mit einem zufrieden glücklichen Lächeln betrat ich also Bills Zimmer und fand den Rest der Band dort vor. Wortlos ließ ich mich neben Bill auf dem Sofa nieder. Die anderen starrten mich fragend an. Als sich das nach einigen Minuten immer noch nicht geändert hatte musste ich Grinsen. “Was gaff ihr mich alle so dumm an?”, fragte ich unschuldig. Georg verdrehte die Augen, was bei ihm so richtig lustig aussah. “Mensch Gustav, willst du uns noch länger auf die Folter spannen? Rück schon raus, was is gelaufen?” Und dann begann ich zu erzählen. Von Anfang an. Wie ich Melli auf dem Sofa getroffen habe, wie ich sie mit einem anderen Junge gesehen habe und wie wir uns schließlich geküsst haben. Es herrschte wieder Stille. Doch dann sagte Bill mit einem schiefen Grinsen auf dem Gesicht: “Tjaaa, da hat sich unser kleiner Gustav wohl verknallt, ne!?” Ich musste auch Grinsen. Denn das stimmte. Melli war wirklich einzigartig. Wir aßen dann zu fünft Mittag(Melli war dazugekommen, David war ja für zwei tage zu Verwandten gefahren), was relativ spaßig war, da sich die anderen drei mit Melli super verstanden. Sie diskutierten über Bills Gesang und Georgs haare, und schließlich begaben wir uns alle zurück auf Bills Zimmer. Wir beschlossen ein wenig fern zu sehen, aber ich bekam nicht viel mit, denn Melli kuschelte sich glücklich in meine arme, und wir tauschten ständig sanfte Küsse aus. Ich konnte die Unendlichkeit in ihnen fühlen, in der wir beide zu schweben schienen…Kapitel 10(aus Toms Sicht):BeichteDer tag mit Melli war echt nett gewesen. Da hatte sich Gustav echt ne süße geschnappt!!! Und die beiden passten perfekt zusammen. Eigentlich war das ja nich so ihr Ding, mit Fans was anzufangen, aber Melli war wirklich ne Ausnahme. Sie hatte uns auch erzählt, dass sie eigentlich Bill am süßesten fand, aber da sie uns ja gar nicht wirklich kannte, konnte sie ja nicht wissen wie unsere Charakteren denn wirklich waren. Gustav und Melli sind heute schwimmen gegangen. Georg war in der Stadt, ein bisschen einkaufen und natürlich auf Mädchen-Suche. Also blieben Bill und ich allein zurück. Oh je, hoffentlich sprach er mich nich wieder auf Ramona an. Darauf hatte ich jetz echt kein Bock. Ich suchte ihn eine Weile und fand ihn dann, wo auch sonst, in seinem Zimmer, zu meiner Verwunderung aber rauchend. Also schnappte ich mir auch eine Zigarette und hockte mich zu ihm. “Hey, kleiner, was´ n los?”, fragte ich und zog noch einmal. Er schüttelte nur den Kopf, was mich wunderte. Normalerweise sagten wir uns immer alles. Also runzelte ich die Stirn und starrte ihn vorwurfsvoll an. Als er mir in die Augen schaute, sah ich nur in seine traurigen, Haselnuss braunen Augen. “Ramona?”, fragte ich. Aber wieder schüttelte er den Kopf. Jetzt hatte ich echt keinen Plan mehr, was sein könnte. Verwirrt starrte ich aus dem Fenster. Er seufzte tief. “Ey Junge, was denn los? Komm sag, ich werde es auch keinem sagen. “ Er öffnete den Mund um etwas zu sagen, hielt kurz inne und schloss ihn dann wieder. Genervt verdrehte ich die Augen und wandte mich ab. “Es ist nix.” kam es auf einmal von links. Jetzt hatte ich echt kein Bock mehr. Entweder er rückte raus oder er sollte nicht so trübselig da hocken und schweigen wie ein Fisch. “Na, dann is ja gut!”, sagte ich ironisch und drückte meine Zigarette aus. “Dann können wir jetz ja auch was unternehmen, ne?! Komm, ´n bisschen Abwechslung tut uns jetz gut!”, schlug ich unternehmungslustig vor und stand schwungvoll auf. Aus Versehen riss ich Bill dabei seine Kippe aus der Hand die dann glühend zu Boden fiel. “Scheiße.”, murmelte Bill, hob schnell die Zigarette auf und stellte sich widerwillig neben mich. “Und was haste jetz vor?”, fragte er mich gelangweilt. Mist, so genau hatte ich da jetz auch noch nich nachgedacht. “Mhm, wie wär´ s, zocken wir ne Runde Kicker!”, rettete ich mich grade noch. Das schien Bill ein wenig aufzuheitern denn er lächelte schon wieder ein wenig. Gemeinsam machten wir uns also auf den Weg runter in die Lobby. Doch leider war es unten proppenvoll, deswegen verzogen wir uns wieder, sonst waren nachher noch welche Fans dabei, und da hatten wir jetz echt kein bock drauf. Als wir im Zimmer angekommen sind sprudelte es dann aus Bill raus: “Tom, ich mach mir voll die Vorwürfe weil ich mich so mit dir gestritten hab wegen Ramona. Eigentlich is ja gar nix festes zwischen uns, aber ich hoffte es eben. Klar, von dir war es auch nich so toll, aber ich wollt mich echt mal entschuldigen. Können wir uns irgendwie drauf einigen, dass keiner Ramona kriegt?” Perplex gaffte ich ihn an. Wart mal, hatte er das eben ernst gemeint? Der hat sich echt bei mir entschuldigt, obwohl ich eigentlich das Arsch war, das was mit Ramona hatte? “Äh…ok….also….wenn du willst…”, stotterte ich immer noch überrumpelt. “Aber du kannst sie echt haben! Ich hab damit kein Problem. Wenn ich ehrlich bin, sie war ja nur wieder so ne Art, wie soll ich sagen, Spielzeug.”, hakte ich schnell nach als Bill schon einen klitzekleinen Schimmer von Enttäuschung im Gesicht hatte. Endlich schaute er mich glücklich an. Oh nein, dachte ich, nich schon wieder so ´ne Schmuseaktion, Bill, ok? Anscheinend hatte er gemerkt das ich jetzt nicht so in Kuschelstimmung war. Als knuffte ich ihn freundschaftlich in die Schulter und überredete ihn, mit mir zu Ramona zu gehen und alles zu klären. Obwohl ich mir nicht erklären konnte wieso, hatte ich beim anklopfen Herzklopfen. Wahrscheinlich weil ich Schiss hatte, dass Bill wieder so ´nen Aufstand macht. Oder wollte ich mir einfach nur nicht eingestehen, dass ich doch was für Ramona fühlte? Nee, es musste schon das erste sein. Schon wurde die Tür geöffnet. Von einem Mann! Sah aus wie so ein feiner Dusel, so ein Geschäftsmann! Wortlos quetschte er sich an uns vorbei durch die Tür. Verwirrt glotzten wir im hinterher, spazierten dann aber ins Zimmer. Ramona saß an einem kleinen Tisch und hatte uns den Rücken zugedreht. Sie schien an etwas zu arbeiten, denn sie kritzelte wild auf irgendwas rum und bemerkte uns gar nicht. Ich blickte Bill fragend an. Doch der zuckte nur mit den Schultern. Also trat ich noch einen Schritt näher an Ramona und tippte ihr auf die Schulter. Erschrocken fuhr sie rum und starrte uns an. Doch dann atmete sie erleichtert auf und sagte: “Ach ihr seids. Was wollt ihr denn?” “Na ja, also wir wollten mall mit dir reden, weil…”, stotterte ich hilflos herum. Von Bill würde ich jetzt höchstwahrscheinlich keine Hilfe erwarten können, denn der war in solchen Situationen immer sehr schüchtern und wortkarg. Also begann ich von neuem. “Wir wollten mit dir über die Sache zwischen dir und Bill und uns beiden reden. Denn das geht nicht so weiter, musst du wissen.” Man, ich klang ja richtig sachlich! Bill nickte mir kurz zu, um mir zu bedeuten, dass es gut war, was ich bis jetzt gesagt hatte. Erwartend schauten wir auf Ramona. “Ich weiß nicht. Es gibt da ein Problem.”, begann sie. Und dann folgte etwas, das Bill und ich einfach nicht glauben konnten…Kapitel 11(Bill´ s Sicht):SchockWir standen da und warteten. Ich merkte wie ich nervös wurde. Am liebsten würde ich jetzt raus rennen und alles vergessen. Warum hatte ich mich wieder von Tom überreden lassen mit hierher zu kommen? Jetzt gab es kein zurück mehr. Das einzige was vielleicht noch helfen würde, wäre sich die Ohren zu zuhalten. Aber das wäre kindisch. Da musste ich durch. Ramona atmete laut aus. Mit bebender Stimme sagte sie: “Ich habe mich in euch beide verliebt.” Ich traute meinen Ohren nicht. Mit weit geöffnetem Blick starrte ich Tom an. Er war genauso überrumpelt wie ich. “Das, das is nich dein Ernst, oder?”, fragte ich ungläubig. Ramona nickte stumm. Scheiße! Gerade wollten wir ihr sagen, dass keiner von uns mehr was mit ihr haben kann, und jetzt das! Hilfe suchend blickte ich zu Tom. Er hob entschlossen den Kopf und sagte mir fester Stimme: “Tut uns Leid, Ramona, du kannst keinen von uns haben.” Jetzt reichte es aber. Ich konnte nicht mehr! Vor mir saß die Frau, die ich liebte, und die mich und meinen Bruder, der neben mir stand, liebte. Wie sollte das funktionieren? Doch dann hatte ich eine Idee. Schmunzelnd und mit einem schelmischen Blick sagte ich: “Ey, wie wärs mit ´ner Dreiecksbeziehung?” Tom bekam einen Lachanfall und wälzte sich auf dem Boden rum. Ramona, die von meinem Vorschlag total perplex war, glotzte mich nur dumm an. Jetzt musste ich auch grinsen. “Hey, wär doch gar nich so schlecht, oder?” Mittlerweile hatte sich Tom auch wieder gefasst und nickte zustimmend. “Na ja, ich weiß nicht. Wie soll das gehen? Ihr seid doch Brüder…”, zweifelte Ramona. “Und wenn schon. Bill is sicher gut!” Und abermals lachte Tom so viel, dass er Schluckauf bekam. “Siehste, wir können´ s ja mal probiern!” Ramona schien noch nicht ganz überzeugt. Trotzdem sagte sie zu und meinte, man könne es ja vorerst mal probieren. Ja! Wie Tom wohl küsste? Bei dem Gefühl wurde mir ganz flau im Magen. Von einem Krachen wurde ich aus meinen Gedanken gerissen: Tom hatte sich aufs Bett geworfen. Also schmiss ich mich schnell hinterher. Ramona stand langsam auf und kam auf uns zu. Sie streifte ihre Jacke ab und legte sich zwischen uns beide. Grinsend zog Tom sie zu sich und küsste sie wild. Irgendwie fühlte ich mich fehl am Platz. Doch dann ließ Ramona wieder von ihm ab und drehte sich zu mir. Sie zwinkerte mir zu und küsste mich dann herausfordernd. Ich ging gleich richtig zur Sache und schob meine Hand in ihre Hose. Als ich ihre Pants erreichte, drehte sie sich wieder weg und küsste Tom. Ich kam mir komisch vor, denn ich hatte noch nie einen Dreier, und erst recht nicht mit meinem Bruder!!! So seltsam es auch klingen mag, mir gefiel es. Als wir gerade voll dabei waren, vernahmen wir plötzlich ein leises Klopfen. “Scheiße!”, zischte ich und befreite mich aus der Umarmung. Auch Tom sprang auf und zog sich schnell wieder an. Ramona rannte ins Bad und wir richteten unsere Haare und das Bett und saßen uns aufs Sofa. Ramona kam aus dem Bad und sah genauso aus wie vorher. Sie rief: “Herein!” und man sah ihr deutlich an, dass sie nervös war. Und dann trat eine Person ein, was eindeutig bedeutete: Jetzt gibts Stress!Kapitel 12(Ramona´s Sicht): Stress und StreitIch kannte den Mann nicht, der ins Zimmer trat, aber anscheinend kannte er die Jungs. Nervös kaute ich auf meiner Lippe rum. Bill und Tom tauschten alarmierende Blicke aus. “Stör ich?”, fragte der Seltsame Mann mit eiskalter Stimme. “Äh, nein, natürlich nicht,also….wir….naja…”, stotterte Bill hilflos herum. Ich setzte mein nettestes Lächeln auf und sagte: “Die Jungs wollten sowieso gerade gehen, nicht wahr? Wir haben uns unten in der Hotelbar kennen gelernt und ich hab sie auf einen kleinen Drink hier her eingeladen.” Ich wusste nicht ob das so wirklich überzeugend klang, auf jeden Fall nickten die Jungs erleichtert und erhoben sich. Gespielt nett verabschiedete sich Tom von mir: “Danke das du uns eingeladen hast, es war wirklich nett mit dir!” und Bill nickte nur zustimmend. Dann verließen sie mein Zimmer. Als sie draußen waren atmete ich erst einmal tief durch. Das war wirklich knapp gewesen!! Wahrscheinlich war er ihr Vater oder irgendeine Aufsichtsperson gewesen….Eine halbe Stund später trat ich aus der Dusche. In 10 Minuten musste ich unten sein, denn ich hatte mich mit Lukas, meinem Freund verabredet. Die Jungs wussten nichts von ihm und das war auch gut so. Ich liebte ihn nicht wirklich aber das konnte ich ihm nicht sagen, außerdem hat er auch schon den ein oder anderen Seitensprung gehabt, und von der Beziehung mit den Jungs wird er ja nichts erfahren. Hoffte ich. Geschickt schlüpfte ich in mein Pfirsichfarbenes Minikleid, trug dezentes Sommer-Make-up auf und schlupfte in meine Sandalen, schnappte mir noch schnell meine Handtasche und schon war ich auf dem Weg nach unten. Im Aufzug warf ich noch mal einen Blick auf mein Outfit. Perfekt! So würde Luke, wie ich ihn manchmal nannte, nie auf die Idee kommen, dass ich ihm fremd gehen würde. In der Eingangshalle war mal wieder nichts los. Kein Wunder, was sollte man hier auch schon machen! Vor dem Hotel stand ein knallroter Sportwagen, und ich glaubte es nicht, darin saß niemand anders als Luke!!! Stolz setzte ich mich neben ihm und gab ihm einen Kuss auf den Mund. “Na, meine Süße, wie war dein Tag?”, fragte er mich lächelnd, wobei seine weißen Zähne richtig glänzten. “Och, eigentlich langweilig. Ich habe mich ein wenig gesonnt und viel gelesen. Sogar gearbeitet habe ich! Ich denke, die Reportage wird bald fertig sein.” “Oh, das freut mich. Hast du auch wirklich schon genug Informationen?” “Aber klar doch. Aber lass uns bitte nicht über Arbeit reden, ok? Erzähl doch mal von deinem Tag!” Es war ein Fehler, dass ich das gefragt hatte. Jetzt musste ich mir stink langweilige Sachen anhören. Eigentlich hörte ich gar nicht zu. Ich dachte an Bill und Tom. Die beiden waren wirklich was besonderes. Nicht so eintönig und….einfach anders!!! Außerdem waren sie mir, vor allem Bill sehr ans Herz gewachsen. Würde ich sie nach meinem Ausflug hierher jemals wieder sehen? Wahrscheinlich nicht… Egal, ich hatte ja Lukas, auch wenn er längst kein Ersatz für die beiden war. Ich war glücklich mit ihm, oder?Endlich kamen wir an einem Restaurant an. Es lag an einem schönen Strand und hatte eine hübsche hölzerne Terrasse. Wir setzten uns an einen gemütlichen Tisch und ich blickte über das Meer. Die Sonne ging gerade unter. Wir bestellten etwas zu Essen und zu Trinken und redeten über unwichtige Dinge. Dann herrschte einen Moment Stille. Ich blickte ihm in seine dunkelbraunen Augen. Er öffnete den Mund, nahm meine Hände und blickte mir in die Augen. Ich lächelte ihn glücklich an. Mit sanftem Unterton fragte er mich: “Ramona, willst du meine Frau werden?”Kapitel 13(Ramona again^^): WahrheitSchockiert starrte ich in Lukes Augen, die mich erwartungsvoll anblickten. Ich öffnete meinen Mund um etwas zu sagen, doch es kam nicht ein Laut heraus. Ich senkte meinen Blick und seufzte. Ich wusste zur Abwechslung mal wirklich nicht was ich sagen konnte. Ich liebte ihn nicht. Aber andererseits würde ich ihm das Herz brechen, wenn ich “Nein” sagen würde. Mist! “Ich, na ja, gibst du mir ein bisschen Zeit drüber nachzudenken, Schatz?” Wortlos nickte er. Ich konnte das nicht aushalten! Den durchdringenden Blick dieser von Trauer gefüllten Augen. Ich hoffte ihm dadurch klar zu machen, das ich kein Interesse hatte. Die Stunden strichen nur langsam vorbei und wir redeten kaum mehr miteinander. Nach dem Essen setzte er mich vor dem Hotel ab und verabschiedete sich nur mit einem kurzen Kuss auf den Mund von mir. Mit hängenden Schultern trottete ich durchs Hotel bis ich vor irgendeinem Zimmer landete. Wie in Trance hob ich meine Hand und klopfte zaghaft gegen die hölzerne Tür. Kurz darauf wurde die Tür geöffnet. Vor mir stand ein etwas kleinerer junger Mann mit kurzen blonden Haaren. “Ähm, ja?”, fragte er mich und runzelte dabei die Stirn. Er war mir von Anhieb an sympathisch. “Wer bist du?”, lächelte ich ihn an. Er lachte. “Gustav. Und du bist RamonKennst du mich nich mehr? Ich bin ein Bandmitglied von Tokio Hotel…. Na ja ich glaub du bist hier falsch, du wolltest doch sicher zu Bill, oder?” Schlagartig wurde mir alles klar. Natürlich, das war der unauffällige vom Frühstückstisch! Als der Name Bill fiel begann mein Herz zu klopfen und mich durchfuhr ein stechender Schmerz. “Ach, ja klar, Gustav! Weißt du wo Bill ist? In seinem Zimmer, äh, also da hab ich ihn nich gefunden.” “Keine Ahnung, vielleicht is er bei Tom, schau doch da am besten mal vorbei!!!”, er zwinkerte mir noch einmal zu und schloss dann die Tür. Also machte ich mich auf den Weg zu Toms Zimmer. Was wollte ich eigentlich da? Es wa schon nach zwölf, wahrscheinlich waren die Jungs sowieso nich mehr wach. Trotzdem ging ich weiter Richtung Toms Zimmer. Die Tür war nur leicht angelehnt und ich hörte gedämpfte Stimmen. Einen Moment lauschte ich. “Was wird denn nun jetz aus Ramona und uns?” Das war eindeutig Bills Stimme! “Ich weiß es nich, findest du es nich auch ein bisschen komisch, ich meine, wir sind Brüder!!! Aber, wir wollen sie beide! Vielleicht sollten wir sie entscheiden lassen?” Nein!, dachte ich mir. Wie soll ich mich entscheiden, zwischen Luke, Bill und Tom? Verdammte Scheiße! Bitte Bill, dachte ich eindringlich, sag was dagegen! “Mmh schon, aber, würden wir uns dann nich ständig nur streiten? In zwei Tagen reisen wir doch sowieso ab. Ich denke, es wäre das Beste wenn wir das alles beenden. Wir werden sie doch wahrscheinlich sowieso nie wieder sehen!” Wieder durchfuhr mich ein stechender Schmerz. Nein! Bill! Ich liebe dich! “Ok, dann lass uns jetz schlafen gehen!”, sprach Tom das letzte Wort. Schlurfende Schritte näherten sich der Tür. Dann wurde sie ganz geöffnet und plötzlich stand ich vor Tom und Bill“Äh, hi! Ich wollte grad zu euch! Wie geht’s?”, versuchte ich mich zu retten. Bill und Tom blickten mich nur verdutzt an. Doch leider hatte ich Pech, denn anscheinend musste Bill etwas von meiner Lauschaktion gehört haben. Kritisch sagte er: “Du hast uns jetzt aber nich eben zugehört, oder?”“Neeein, auf keinen Fall, wieso worum ging’s denn?”, fragte ich unschuldig. Tom und Bill warfen sich einander seltsame Blicke zu. Dann nickte Tom. “Ok”, begann er. “Wir haben beschlossen, also, wegen uns, uns dreien, dass, na ja wie soll ich sagen, dass das nich so weiter gehen kann.” Ich senkte meinen Blick und nickte zaghaft. “Ok. Ich, ich habe verstanden. Ich war also nur ein Ferienflirt für euch, oder?” Beide nickten. Völlig unerwartet umarmte mich Bill und küsste mich innig. Ich erwiderte den Kuss leidenschaftlich, doch genau so abrupt wie er begonnen hatte, hörte er wieder auf. Perplex starrte ich ihn an. Doch ehe ich mich versah hing Tom an meinen Lippen. Ihre Küsse waren sehr ähnlich. Sehnsüchtig klammerte ich mich an ihn und hielt ihn fest. Doch genauso wie Bill ließ auch er mich nach kurzer Zeit wieder los. Mit einem leisen “Ciao” verschwand Bill im Nebenzimmer. Hilflos blickte ich zu Tom. “Es tut uns Leid.”, nuschelte er und verschwand ebenfalls in seinem Zimmer.Verlassen stand ich im Flur. Was sollte ich bitte davon halten? Waren die Küsse abgesprochen gewesen? Hatte mich einer von ihnen je wirklich geliebt, oder es auch nur annähernd ernst gemeint? Traurig und erschüttert schlurfte ich zurück in mein Zimmer, warf meine Klamotten alle auf einen Haufen und legte mich ins Bett. Auf einmal musste ich wieder an Luke denken. Liebte ich ihn doch? Vielleicht würde ich doch noch “ja” sagen. Er war wirklich ein Traummann, und vielleicht liebte ich ihn ja, hatte es bloß nicht so gemerkt…Mit diesen Gedanken schlief ich schließlich ein.Kapitel 14(aus Toms Sicht):AbschiedIch konnte diese Nacht nicht sehr gut schlafen. Ich musste dauernd an Ramona denken. Anfangs war sie ja nur eine von vielen gewesen, aber irgendwie, ich weiß auch nicht wieso, hab ich Gefühle für sie entwickelt. Das ist wirklich seltsam, das ist mir fas noch nie passiert. Aber es war klar: Er würde sie nie wieder sehen. Vielleicht war das auch gut so. Wer weiß, nachher würde er sich ständig mit Bill streiten und das wäre für die Band ja auch nich so toll… Außerdem würden sicher noch andere Mädchen kommen. Auch wenn wahrscheinlich keine von ihnen so toll sein würde wir Ramona!Drrriiing! Drrriiing! Schläfrig öffnete ich meine Augen. 8.30h! Oh nein, heute mussten wir zu einem letzten Termin hier in der Schweiz. Morgen würden wir abreisen. Also hüpfte ich schnell unter die Dusche und begab mich dann in Bills Zimmer, aber er war gar nicht da; wahrscheinlich schon beim Frühstück. Im Frühstückssaal sah er die drei an einem Tisch sitzen. Keiner ok ihnen sah ausgeschlafen aus, außer natürlich Gustav. Mit einem schlaffen “Morgen” lies ich mich auf den Stuhl fallen und begann mir eine Semmel zu schmieren. Während des ganzen Frühstücks fielen nur wenige Worte. Auch als wir im Auto auf dem Weg zu m Studio saßen, redete kaum einer. Bill und ich waren in Gedanken nur bei Ramona, Gustav bei Melli und Georg bei irgendeinem Mädel. Teilnahmslos ließen wir einige Fotos von uns schießen und beantworteten die immer gleichen Fragen, wie “Wieso habt ihr euch Tokio Hotel genannt” und “Seid ihr Single?”!!! Ich verstand das einfach nicht, reichte es nicht wenn man die Fragen einmal beantwortete? Anscheinend nicht….Nachdem wir zurück gekommen waren, flackten wir uns alle zu Bill ins Zimmer und unterhielten uns. Gustav erzählte von sich und Melli, von ihrer tollen Beziehung und so weiter. Alles war total gammlig. Bis es auf einmal klopfte. Vor der Tür stand niemand anders als Ramona! Sie setzte sich zu uns und es wurde ein nettes Gespräch, wie unter Freunden. Am Ende tauschten wir sogar Adressen und Nummern aus!!! Meine Laune wurde immer besser. Wir aßen zusammen zu Abend, setzten uns noch ein Weilchen in die Hotel bar und verabschiedeten uns schließlich endgültig voneinander. Es war schön zu wissen, das jetzt sozusagen Frieden zwischen Ramona, Bill und mir herrschte. Georg ging ebenfalls ohne eine Freundin nach Hause und Gustav hatte ja Melli. Wir erfuhren, dass sie morgen mit uns mit nach Hause fahren würde!!! Ich freute mich echt total für Gustav. Er schien sie wirklich zu lieben!An diesem Abend schliefen wir alle zufrieden ein.Kapitel 15(aus Sicht eines Erzählers): AbreiseDie vier Jungs hatten alle Koffer gepackt. Sie saßen noch zu einem letzten gemeinsamen Frühstück mit Melli und Ramona und David an einem Tisch und scherzten ständig herum. Alle halfen dann beim Koffereinpacken während David auscheckte. Die Ferien waren trotz mancher Termine total schön gewesen und sie würden sicher viele gute Erinnerungen haben. Schließlich standen sie alle vor dem Hotel und verabschiedeten sich nacheinander von Ramona. Zuletzt Bill und Tom. Ein letzter Blick in die Augen, eine letzte Umarmung, ein letzter Bussi. Im Bus hatten es sich Gustav und Melli ganz hinten bequem gemacht, David saß am Steuer und Bill und Tom und Georg setzten sich in die Mitte.Zu hause traten alle zufrieden ein. Zwei Tage später, als die vier Jungs gerade eine Bandprobe hatten, bekam Bill eine SMS von Ramona: Hey Bill! Wie geht’s und wie war eure Heimreise? Ich wollte euch nur sagen, Luke und ich werden heiraten!!! In 2 Monaten. Ich freu mich schon so! Ihr seid natürlich alle eingeladen, ich hoffe doch ihr kommt??? ;-) Bussis, grüß die anderen, eure Ramona. SenselessTeil 1Ich könnte ihn umbringen! Wieso tut er uns das an? Wieso? Was will er damit bezwecken? Ich hasse ihn! Mein Vater, ja klar, von wegen! Nie und nimmer war er mein Vater! Nie würde mein Vater meiner Mutter so was antun! NIE! Einfach so wegzulaufen, ohne eine Vorwarnung! Mama war nur noch am Weinen. Und ich konnte ihr ja nicht helfen! Wie auch? Außerdem, was bitte würde es bezwecken zu ihr hinzugehen und zu sagen, dass es mir leid tut? Mir was überhaupt leid tut? Ich habe jetzt keinen Vater mehr, und das mit 16 Jahren. Hätte er sich wohl früher überlegen sollen, ob er ein Kind will oder nicht! 16 Jahre lang war er ein echt süßer Papa. Hat sich immer um mich gekümmert, so viel er konnte! Und jetzt? Jetzt Sollte alles auf einmal vorbei sein? Ich wollte es nicht wahrhaben, weigerte mich strikt dagegen und saß nur noch in meinem Zimmer vor dem Computer, surfte auf irgendwelchen unsinnigen Seiten herum, einfach um mir die Zeit um die Ohren zu hauen. Die Zeit, mit der ich einfach nichts anfangen konnte. Wir wohnten in einem Einfamilienhaus nahe bei Hamburg. Zwei Tage noch, dann würde ich meinen Schatz wieder sehen. Wir waren seit einem halben Jahr zusammen und echt überglücklich! Chris, hatte die schönsten Augen die man sich vorstellen konnte und er roch immer nach Sommer. Einfach unbeschreiblich! Marie, meine beste Freundin, war auch weg. In irgendeinem Feriencamp. Eigentlich wollten wir da zusammen hinfahren, aber seitdem Papa weg war haben wir nicht mehr genug Geld. Leider. Dann wäre ich jetzt wenigstens nicht so allein gewesen! Es waren nämlich Sommerferien. Und ich musste ganze sechs Wochen zuhause bleiben, davon die ersten beiden Wochen ganz alleine, aber die sind na zum Glück bald um, dann würden Chris und Marie wieder kommen und mich auf andere Gedanken bringen. Klar, ich hatte noch genug andere Freunde, denn ich war Klassensprecherin der 10a und sehr beliebt. Aber auf die ganzen Mädels, die immer einen auf cool machten, hatte ich jetzt echt keinen Bock! Also blieb mir nix anderes übrig als herumzugammeln.Gerade saß ich auf meinem Bett und blätterte in der Glamour, als mein Handy vibrierte. Eine SMS von Marie:Hey Tina, meine Süße, ich vermiss dich ganz dolle!!! Muss dir was tolles erzählen: Markus, du weißt schon der süße Typ aus der 11c hat mich geküsst!!! Einfach so gestern Abend auf der Abschiedsparty, denn noch eine gute Nachricht: Wir sind heute Abend um 10.00h wieder da!!! Er ist ja soooo süß!!! Na ja, wir sind jetz zusammen! Erzähl dir alle weiteren Details heute Abend am Telefon, ja? Hab dich ganz doll lieb!!! Küsschen, deine MarieIch bekam meinen Mund nicht mehr zu. Marie war mit Markus zusammen? Mit dem Markus? Dem totalen Mädchenschwarm der Schule?? Klar, Marie war ziemlich hübsch und einfach total lieb, aber normalerweise schnappte sich Markus immer ein paar billige, blonde Tussen!!! Auf jeden Fall freute ich mich für Marie. Außerdem war es schon 16.00h und ich musste mich noch ein wenig aufstylen, denn ich hatte vor Marie einfach vom Bus abzuholen, sie schnell ein wenig aufzustylen und dann noch mit ihr wegzugehen. Also schnell. Haare gewaschen, Peeling aufgetragen, ein süßes Outfit herausgesucht, ein wenig Schminke aufgetragen und schon war ich fertig. Fast. Ich musste meiner Mum noch schnell bescheid sagen und meine Handtasche packen. UND eine Sms an meinen Süßen schicken!!! Ok, also schnell zur Mutter gelaufen, aber die hat zum Glück nur betrübt genickt und gesagt ich soll nicht zu spät nach Hause kommen. Meine Tasche, also Handy, iPod, Schlüssel, Geldbeutel und einen Kamm. Die Sms habe ich auf dem Weg zum Bus geschrieben. Leider hatte der Bus 10 Minuten Verspätung, aber als Marie aus dem Bus gestiegen ist, verflog meine schlechte Laune sofort. Ich half ihr schnell den Koffer nach Hause zu bringen(sie wohnte dort ganz in der Nähe) und für sie ein cooles Outfit herauszusuchen, und dann ging es endlich los…Teil 2In der U-Bahn war nicht viel los. Kein Wunder - WM!!! Vereinzelte seltsame Menschen irrten umher. In unserer Lieblingskneipe war es trotzdem wie immer proppenvoll. Es war eine Karaoke-Bar!!! Außerdem wurden alle Spiele live auf einer riesigen Leinwand übertragen, weswegen viele Fans hierher kamen. Mit einem zufriedenen Grinsen setzten wir uns an unseren Stammtisch und bestellten das Übliche: Ich einen Tequila Sunrise, und meine Freundin einen Pina Colada. Ich fragte sie erstmal genauestens über die Ferien aus. Sie schwärmte natürlich die ganze Zeit von Markus, aber das störte mich nicht. Dann fragte sie mich, ob ich nicht Lust hätte mit ihr auf ein, ich dachte ich hör nicht recht, Tokio Hotel Konzert zu gehen!!! Ich gaffte sie total dumm an. “Was denn? Die sind doch echt süß die Jungs!! Vor allem Bill!!!” Ich hatte meine Augen immer noch weit aufgerissen. Doch leider setzte Marie dann ihren Hundeblick auf. Da werde ich immer total weich!! Also gab ich am Ende dann doch nach. Na super, da durfte ich dann mit tausenden hyperventilierenden Kreischis stundenlang vor so ner blöden Halle stehen und mir dann auch noch eineinhalb Stunden diese Kinderband reinziehen? Na toll, jetzt war es auch schon zu spät! Trotz allem schaffte ich es, mir das Thema wieder aus dem Kopf zu schlagen und konnte den Abend in vollen Zügen genießen. Mehrere Male musste ich vor gehen und etwas singen, manchmal auch mit Marie zusammen, aber es machte Spaß. Ich konnte gut singen. Gegen halb elf kamen unsere Freunde dann noch dazu, doch von Marie bekam ich den Rest des Abends leider nicht mehr so viel mit, kein Wunder, so wie Markus gleich ranging!! Ich genoss es aber genauso, Chris mal wieder zu sehen. Ich hatte ihn echt sehr vermisst!!! Er war sooo schön braun gebrannt! Da freute ich mich schon darauf, mal wieder seinen Bauch streicheln zu können, denn der war wirklich super durchtrainiert! Im Laufe des Abends bestellten wir uns immer wieder etwas zu trinken, weswegen wir, als wir dann so um halb eins endlich wieder gingen, alle etwas angetrunken waren. In der U-Bahn schmiegte ich mich an Chris und schloss die Augen. Sanft streichelte er mir durchs Haar und küsste meine Stirn. Mir kam die Fahrt vor wie eine Ewigkeit, obwohl wir nur eine viertel Stunde fahren mussten! Jonas kam noch mit zu mir, wir hatten am Abend beschlossen, dass er bei mir übernachten würde. Mum würde es sowieso nicht interessieren; wahrscheinlich würde sie es gar nicht merken. Gemütlich kuschelten wir uns bei mir ins Bett. Kurze Zeit später sind wir auch schon eingeschlafen.Am nächsten Morgen wurde ich von einem Zärtlichen Kuss geweckt. Als ich die Augen aufschlug, sah ich direkt in die süßen Rehaugen. Lächelnd brachte ich ein heiseres “Morgen” zustande. Er zwinkerte mir zu. “Morgen meine Süße. Ich hab eine Überraschung für dich!” Eine Überraschung? Ich liebte Überraschungen! Sofort setzte ich mich auf und blickte gespannt zu Chris. “Und? Was ist es?” Er drehte sich um, bückte sich und hob etwas auf. Dann drehte er sich zurück zu mir. Vor Staunen klappte mein Mund auf. In seinen Händen lag ein Tablett. Er hatte mir ein Rührei mit Speck gemacht, dann zwei Toasts mit Erdbeermarmelade, einen schwarzen Kaffee und außerdem lag neben all dem Zeug eine rote Lilie. Total erfreut umarmte ich ihn, wobei ich ihm das Tablett aus den Händen riss. Arm in Arm machten wir es uns auf dem Bett gemütlich, schalteten den Fernseher an und aßen gemeinsam. Er fütterte mich total liebevoll und ich war wirklich überglücklich. Draußen schien strahlend die Sonne, deswegen beschlossen wir uns einen schönen Tag mit Marie und Markus im Freibad zu machen. Das lag direkt an der Elbe und beinhaltete mehrere Becken, einen Beachvolleyball-platz, einen Kiosk und ein paar Rutschen. Da es mit ungefähr 30° im Schatten brühend heiß war, bat ich Marie noch einen Sonnenschirm mitzunehmen. Dann bereiteten wir noch ein leckeres Picknick vor und ab gings. Marie und Markus warteten schon an der Bushaltestelle, als wir voll bepackt mit unseren Taschen ankamen. “Hey, könntest du mir das bitte kurz abnehmen?”, bat ich Markus und schnaufte erst einmal durch bevor ich die beiden begrüßte. Im Bus war es drückend voll und heiß; nach wenigen Minuten standen uns schon die ersten Schweißperlen auf der Stirn. Glücklichweise mussten wir nach wenigen Stationen wieder aussteigen.Im Freibad war noch nicht viel los. Kein Wunder, Montags früh um halb zehn, in den Ferien, wer war da schon wach? Aber das störte uns nicht, im Gegenteil, jetzt waren noch keine Kinder da, die einem das Becken voll pinkelten und hysterisch rumkreischten. Also suchten wir uns einen schönen Fleck nahe dem kalten Becken. Schnell breiteten Marie und ich die Decke aus und packten das Picknick darauf, während unsere beiden Freunde den Sonnenschirm aufbauten. Es war herrlich einfach nur dazusitzen, sich zu unterhalten und in der Sonne zu brutzeln! Nach nicht allzu langer Zeit sprangen wir dann doch schon ins Wasser, spielten Wasserball, planschten ein wenig herum und schmusten danach wieder in der Sonne.Das Picknick schmeckte wundervoll. Kein Wunder, Chris liebte es zu kochen und Brotzeiten herzubereiten. Davon konnte ich doch nur profitieren! Es gab frischen Kartoffelsalat, Wiener Würstel mit Semmeln und für die, die wollten noch ein Eis zum Nachtisch. Die anderen waren uns echt dankbar, dass wir uns die Mühe gemacht hatten!!! Doch dann kam mir leider wieder der Gedanke ans Tokio Hotel Konzert in den Sinn, und für den Rest des Nachmittags wars das dann mit meiner guten Laune. Obwohl ich mich tief im Innern doch ein wenig darauf freute, auch wenn ich das nie zugegeben hätte.Teil 3Das Tokio Hotel Konzert rückte immer näher, und mit jedem Tag wurde Marie aufgeregter. Ich um ehrlich zu sein auch! Jeden Tag surfte ich heimlich auf Tokio Hotel Pages herum um möglichst viel über die Jungs herauszufinden. Der süßeste, fand ich, war eindeutig Tom! Bill war mir, wie soll ich sagen, zu weiblich, denn ich stand auf richtige Kerle! Gustav war ganz ok und Georg ging auch. Morgen würde ich zu Marie kommen und sie würde mir alle Songs zeigen. Dann wird sie mir alle Songs vorspielen und ich muss sie auswendig lernen- sie kann sie natürlich schon alle! Heute hab ich mir die erste Zeitschrift mit einem Bericht über Tokio Hotel gekauft, und ich hab sogar schon ein paar Poster von ihnen in meinem Zimmer hängen. Als Chris sie das erste mal gesehen hat, hat er mich erstmal verdutzt angeschaut und dann losgelacht. “Äh, du wirst jetz aber nich zum Fan von dieser Kinderband, oder?” Ich schüttelte den Kopf. Aber er schien mich nicht verstanden zu haben. “Was sollen dann die Poster hier?”, fragte verwirrt. “Ich gehe auf ihr Konzert. Mit Marie. Sie hat mich überredet, und wenn ich ehrlich bin, die Jungs sind gar nicht so schlecht!”, beichtete ich ihm schließlich. Darauf zuckte er nur mit den Schultern. Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir leider nur damit, meine Hausaufgaben zu machen, denn ich war nicht gerade ein As, aber er konnte alles ziemlich gut und danach verstand ich sogar den größten Teil!!! Er aß noch bei mir zu Abend und musste dann aber leider wieder gehen. Diesen Abend telefonierte ich über drei Stunden mit Marie, denn ich musste mir alles mögliche über Tokio Hotel anhören. Was natürlich für mich auch von Vorteil war!!! Um halb zwölf kam meine Mutter dann ins Zimmer und bedeutete mir jetzt aufzuhören. Schnell wechselten wir noch die letzten Worte und legten schließlich auf. Fragend blickte ich meine Mutter an. Sie brachte ein schwaches Lächeln zu Stande und fragte, wie es mir so ginge. Ich war überrascht. Seit wann bitte kümmerte es sie wieder etwas, wie es mir ging? Ich war ich doch sonst so egal! Zögernd ging ich auf ihre Frage ein. “Jo, also mir geht’s ganz gut. Marie und Chris sind jetz endlich wieder aus den Ferien da und wir haben gestern auch schon was unternommen. Ach ja, in vier Tagen gehe ich mit Marie auf ein Konzert. Das is doch ok?!” “Äh, ja klar! Was für ein Konzert ist es denn?”, meinte meine Mutter interessiert. Ich wusste, dass diese Frage kommen würde! Hoffentlich kennt sie Tokio Hotel nich. “Ähm, Tokio Hotel. Ich hab mich von Marie überreden lassen mit ihr dorthin zu gehen.” Mums Augen funkelten. “Du meinst jetz aber nich diese vier Jungs aus, was war das noch mal, Magdeburg, oder?” Ich errötete leicht. “Doch, genau die mein ich. Danke fürs Nachfragen, aber ich würde jetz ganz gern schlafen gehen.” Ich rappelte mich auf, gab ihr noch einen Gute-Nacht-Kuss und schloss die Tür. Hoffentlich dachte sie jetz nicht ich würde mich zu einer 12-jährigen zurückverwandeln! Na ja, sollte sie doch denken was sie wollte, ich für meinen Teil freute mich auf das Konzert. Vielleicht würde ich von ihr ja noch ein wenig Geld für die Karte bekommen, denn mein spärliches Taschengeld reichte nicht aus. Mittlerweile hatte ich mich umgezogen und lag schon im Bett. Ich dachte an Chris. Und seltsamerweise auch an Tom. Bei beiden lief mir ein Schauer über den Rücken. Liebte ich Tom? Ich kannte ihn doch nur aus dem Fernsehen und von meinen Postern!! Nein, sicher nicht. Er war doch nur…. Nur ein Star den ich anhimmelte!!! Das würde sicher bald wieder vergehen. Mit durchwühlten Gedanken schlief ich ein.In dieser Nacht träumte ich einen seltsamen Traum, der mir zu bedenken gab.Ich saß in der Schule im Deutsch Unterricht. Neben mir saß Marie und kaute gedankenverloren an ihren Nägeln. Ich schaute aus dem Fenster. Vereinzelte Schüler saßen auf dem sonnen beschienenen Pausenhof und sonnten sich. Auf einmal kamen zwei Gestalten auf den Pausenhof geschlendert und blieben genau in dessen Mitte stehen. Ich konnte nicht erkennen, wer die Personen waren, doch irgendwie kamen sie mir bekannt vor. Interessiert blieb mein Blick an ihnen haften. Sie unterhielten sich. Doch dann wurden ihre Gestiken wilder und sie fuchtelten regelrecht mit ihren Armen herum. Plötzlich schlug der eine dem anderen mit der Faust mitten ins Gesicht, woraufhin dieser ein paar Schritte rückwärts taumelte, sich aber halten konnte und dann auf den anderen zu rannte und ihn ebenfalls schlug. Es entstand eine aggressive Schlägerei. Auf einmal zoomte sich das Bild näher an mich heran und ich konnte erkennen, wer die Personen waren. Ich traute meinen Augen nicht, zwinkerte einige Male, doch es änderte sich nichts. Unten hatten sich wahrhaftig Tom von Tokio Hotel und mein lieber Jonas geschlägert! Erschrocken riss ich die Augen auf.Was zur Hölle hatte dieser Traum zu bedeuten? Kannten sich die beiden? Nee, das hätte Jonas mir doch erzählt! Egal, es war ja nur ein Traum!, redete ich mir ein, doch ich konnte mich nicht selber davon überzeugen, dass er nichts zu bedeuten hatte.Ein Blick auf meinen Wecker ließ mich hochfahren. Es war halb zwölf! Um zwölf war ich mit Jonas verabredet, denn er wollte mit mir heute einen Ausflug machen. Verdammt! Als ich aufstand und an meinen Postern vorbeilief bekam ich eine Gänsehaut. Es war zwar 28°, aber Toms Anblick ließ mich trotzdem frieren. Nein, was redete ich da, natürlich der Gedanke an Jonas, nicht Tom. Oder etwa doch?

Thursday, July 06, 2006

videos

Der süßeste und best aussehenstte bei Th!

http://www.youtube.com/watch?v=OK32L9AC4l0 (das ist gut!)
http://www.youtube.com/watch?v=VA3rh7iBPhE (die )
http://www.youtube.com/watch?v=Y9Tp8x-Uuu8 (andren)
http://www.youtube.com/watch?v=nmu7-OmjZh4 (aber auch)

Bill Kaulitz (th Sänger)

http://www.youtube.com/watch?v=0ivP6MSds58

Tom (zwillingsbruder von Bill)

http://www.youtube.com/watch?v=tivIKS1K2SA

Tokio Hotel

http://www.youtube.com/watch?v=T2WvZnT-j_0

vorsicht:Lachflash garantiert (und etwas eckelig)

http://www.youtube.com/watch?v=XApWNcybkVg

http://www.youtube.com/watch?v=xO3sPRQpR_Q

http://www.youtube.com/watch?v=MQYqPlOqEpA

http://www.youtube.com/watch?v=AmozjMHmD-c

(jetzt mal kein th) the. Best. of. all!!!!

http://www.youtube.com/watch?v=kW6xoOU92y4

http://www.youtube.com/watch?v=PcGyJH_B2d8

http://www.youtube.com/watch?v=qJqZpDmHd9c

http://www.youtube.com/watch?v=aoXoKdQa_bI

http://www.youtube.com/watch?v=yJZz1kYAzCQ

http://www.youtube.com/watch?v=l9KfRGZJDmQ

http://www.youtube.com/watch?v=_GmV2Nv9kHM (seit 2003-Legende)

http://www.youtube.com/watch?v=GC8BRxwy4mU

LOL!!!

http://www.youtube.com/watch?v=aManWyp4cgo

http://www.youtube.com/watch?v=SE1cIY5aUyo

SO JETZT VIDEOS VON 2 SCHLIMMEN KRANKHEITEN!

http://www.youtube.com/watch?v=qXOUDbjjqfI

http://www.youtube.com/watch?v=fBxz5pXy3SI

http://www.youtube.com/watch?v=zcHMGAfT4GE

http://www.youtube.com/watch?v=SWJvajGpIUA

Sunday, July 02, 2006

B:Mein schlechter Tag..

Eine Storry über Bill Kaulitz.
Von Bills Sicht aus geschrieben.
Nicht wirklich Jugendfrei:später Sexzenen, Gewalt..
Made bye Luisa

Bill:"Ich wolllte (m)eine Story erzählen".



Kapitel:1
Ich bin vor kurzem jetzt 17 Jahre alt geworden. Tom und ich gehen seit 2 Wochen wieder zur Schule. In meiner neue Klasse (wegen der Pause...) war ein Mädchen. Mit der war ich jetzt seit einer Woche zusammen.
In der 2. Woche am Mittwoch prügelte ich mich mit einem Jungen aus der 12. Klasse. Er hatte aber angefangen:Er kam zu mir, packte mich an der Schulter und nante mich Schwuchtel, ich drehte mich automatisch zu ihm um und trat ihm zwischen die Beine. Er schlug mir ins Gesicht, schmiss mich auf den Boden und boxte mich in den Bauch. Ich verzog das Gesicht weil mir ohnehin schon urst schlecht war, mein Magen krampfte sich zusammen. Ich merkte, wie mir das Blut aus der Nase kam und über meinen Mund und das ganze Gesicht tropfte. Er boxte mich noch 2x fest in den Bauch und ich merkte, wie mir wieder noch schlechter wurde. Ich merkte, dass ich gleich kotzen würde, ich versuchte aufzustehen, aber der 12. Klässler setzte sich auf meinen Bauch. Jetzt wusste ich, dass ich das lange nicht mehr aushalten würde und gleich kotzen müsste. Ich versuchte aufzustehen aber er saß noch auf mir drauf. Ich fing an zu würgen und er sprang angeekelt auf und rannte weg. Ich versuchte mich abermals aufzusetzen um aufzustehen und zum Klo zu laufen aber mir war so schlecht, dass ich mich nur ein bisschen aufrichten konnte um zu kotzen. Ich hielt meinen Bauch, hustete qualvoll und kotzte alles aus was ich heute morgen gegessen hatte. Ich wunderte mich, dass so viel rauskam, denn ich hatte heute morgen nur ein halben trockenen Zwieback gegessen, weil mir heute morgen schon so urst schlecht war. Auf einmal hörte ich ein kreischen...
Kapitel:2
...Es war meine (neue) Freundin (sie heißt:Lisa). Sie kam zu mir, fragte mich aufgeregt in einem hohen Ton, was los sei und machte sich anscheinend Sorgen um mich, doch ich konnte nicht antworten, weil ich noch am kotzen war. Keiner aus der Schule, kam um mir zu helfen also stand sie auf und rannte zu meinem Bruder um ihn zu holen. Nach 3 Minuten kam sie wieder mit Tom im Schlepptau. Er fragte mich was passiert ist, doch ich konnte immernoch nicht antworten, denn ich kotzte immer noch. Tom blieb bei mir und Lisa holte einen Schulsanitäter aus dem Sanitätsraum. Sie kehrte nach 5 Minuten mit 2 Schulsanitätern zurück. Sie fragten mich was passiert ist und wo es mir weh täte, doch ich konnte immer noch nicht antworten, weil ich immer noch kotzte, jedoch zeigte ich mit einem Finger auf die Stelle auf meinen Bauch, wo es urst weh tat und wo der 12. Klässler mich hin boxte. Ich zeigte auf die rechte Stelle auf meinem Bauch. Einer der Schulsanitäter wollte mir mein T-shirt ausziehen, doch ich hielt es fest. Er erklärte mir, das er mal gucken müsste aber ich lies es nicht zu. Der andere Schulsanitäter sprach zu dem, der mir das T-shirt ausziehen wollte und schlug ihm vor, dass sie mich erstmal mit einem Eimer und der Trage in den Sanitätsraum bringen wollten und dann sich das nochmal angucken wollten. Ich dachte mir, dass das eine bessere Idee war. Sie gingen in die Turnhalle und holten die Trage. Sie legten mich drauf und gaben mir einen Eimer, damit ich darein kotzen konnte. Tom hielt mir den Eimer hin und kam mit. Das letzte was ich sah, war das Lisa auf dem Boden zusammenbrach und ihr Gesicht in den Schoß legte. Als wir 2 Minuten später im Sani-Raum ankamen kotzte ich immer noch. Kaum kamen wir in den Raum sagte einer der Schulsanitäter, der mich trug zu einem anderen, der im Sani-Raum war, dass Lisa zusammengebrochen auf dem Schulhof sitzt und weint. Sie nahmen mich von der Trage und setzten mich auf die Liege. Sie zogen einen Vorhang zu damit wir allein seien konnten. Ein Schulsanitäter zog mir das T-shirt aus und sah mich an. Mein Bruder, der die ganze Zeit dabei gewesen war, fragte den Schulsanitäter warum er mich so anguckt. Er meinte, dass ich viel zu dünn wär und bei mir alle Knochen sehen könnte. Jetzt guckte Tom den Schulsanitäter schief an, meckerte ihn an, dass er seine Arbeit machen und dann verschwinden sollte. Er sah sich die Stelle ganz genau an, auf die ich gezeigt hatte und stellte fest, dass nur außen auf der Haut ein blauer Fleck war. Er konnte sich aber nicht genau erklären, warum mir die Stelle auch innen weh tat. Jedenfalls ging er dann ins Sekretariat um einen Krankenwagen zu rufen, als ich das hörte, bekam ich große Angst und krampfte meinen Magen wieder zusammen. Da ich noch kotzen musste konnte ich nicht sagen, dass ich Angst hatte und fing an panisch zu werden. Tom redete beruhigend auf mich ein und meinte zu mir, dass ich keine Angst haben brauchte. Jetzt kam Lisa, meine Freundin zu mir rein und rannte sofort auf mich zu. Sie schmiss mich um und wollte mich drücken, doch mein Magen krampfte sich von allein zusammen. Sie lies vor Schreck von mir ab. Sie machte sich wohl große Sorgen um mich. Der Schulsanitäter kam zurück und fragte Tom ob heute Vormittag schon was mit mir nicht gestimmt hätte. Tom sagte nur, dass mir schon heute morgen schlecht war und guckte mich an. Der Schulsanitäter konnte damit nichts anfangen, also blieb er solange bei uns, bis der Krankenwagen kam.
Kapitel:3
Nach 15 Minuten traf der Krankenwagen ein und 2 richtige (nicht Schulsanitäter) kamen mit einer Trage und einem Koffer in den Sani-Raum.in Schulsanitäter brachte die 2 Männer zu mir in den Sani-Raum.
Sie fragten mich das gleiche und tasteten mich auch ab. Der Schulsanitäter, der mich vochin untersucht hatte, berichtete den 2 Männern was Tom ihm gesagt hatte, dass mir heute Morgen schon schlecht war, dass ich innen drin Schmerzen hatte und wollte den 2 Männenr den blauen Fleck zeigen, an der Stelle des Bauches, wo mich der 12. Klässler hingeboxt hatte. Er berichtete den 2 Männern genaustens wie sich alles abgetragen hatte. Die 2 Männer wollten sich den blauen Fleck mal angucken und zogen mir das T-shirt wieder aus. Sie sagten das der blaue Fleck oberflächlich sei und sie sich nicht erklären konnten, warum ich innen drin Schmerzen hatte. Sie vermutetten und sagtten mir das ich wahrscheinlich eine Blinddarmentzündung hatte und das ich für 3 Wochen ins Krankenhaus müsste. Sie gaben mir ein Medikament, damit ich nicht mehr kotzen musste und hingen mich an eine Infusion dran. Mir gingen die Sätze, die der eine Mann sagte, dass ich wahrscheinlich 3 Wochen im Krankenhaus liegen müsste nochmal im Kopf rum und dachte mir:"Oh mein Gott, jetzt muss ich wahrscheinlich 3 Wochen im Krankenhaus liegen und kann keine Interwievs, Konzerte und Auftritte mit den Andren geben. Das durfte alles nicht war sein!" Und heute wollten wir ins Studio um einen neuen Song aufzunehmen. Ich dachte mir:"was sollte jetzt werden?!?"
Ic hwurde in den Krankenwagen getragen. Sonderlich peinlich war das für mich nicht mehr, da die Pause schon lange zu Ende war. Tom kam mit. Er stieg mit ein und machte die Tür zu. Ich sah Lisa noch einmal zum Abschied und schon fuhr der Krankenwagen los. Die Fahrt ins Krankenhaus dauerte 20 Minuten.
Kapitel:4
Als wir ankamen trugen die 2 Mäner mich raus und fuhren mich in den Untersuchungsraum:"2". Sie zogen meine Sachen aus und packten sie in eine Tüte. Sie erklärten mir, dass sie eine Gastroskopie mit mir machen müssten und was eine Gastroskopie ist. Ich dachte mir:"Ach du große Scheiße!" Sie fuhren mich in einen Raum. Tom musste draußen bleiben.
Sie sprühten mir ein Spray in den Hals und erklärten mir, dass ich jetzt nicht mehr so viel würgen müsste und steckten mir einen Schlauch in den Hals der bis in den Magen reichte. Ich würgte und wollte kotzen aber sie verhinderten mit einem Sauger, dass ich kotzte, denn sie brauchten den hals ganz frei. Als der Schlauch drin war, schoben sie mir den Schlauch in meinen Magen hin und her und guckten sich alles an. Sie konnten meinen Magen auf einem Bildschirm sehen, was da nicht in Ordnung war. Sie stellten, wie der eine Sanitäter vermutet hatte die Diagnose:Blinddarmentzündung und zogen mir den Schlauch wieder raus. Diesmal musste und durfte ich kotzen. Ich musste aber nicht viel kotzen, wie vochin in der Schule, da das Medikament, dass ich vochin bekam noch wirkte. Sie fuhren mich noch mal in den Untersuchungsraum:"2". Als ich aus dem Raum kam, kam Tom zu mir und guckte mich besorgt an.
Kapitel:5
Er brauchte nicht sagen dass er sich dass gedacht hatte, dass ich eine Blinddarmentzündung hatte, was es jetzt für Tokio Hotel bedeutet und das er sich Sorgen um mich machte. Im Untersuchungsraum „2“ angekommen bereiteten sie mich auf die OP vor. Sie erklärten mir was passieren würde und hingen mich wieder an einen Tropf. Sie gaben mir eine Nakose Spritze und schoben mich zum OP-Raum. Tom musste vor dem OP-Raum auf mich warten er verabschiedete sich. Machte mir Mut und setzte sich draußen hin. Das letzte was ich im OP-Raum mitbekam, war dass sie mich alle freundlich begrüßten und dass ich von 10 abwärts zählen sollte. Ich kam bis 1 dann schlief ich ein...
...Als ich aufwachte, sah ich Tom der mit seinem I-Pod auf dem Stuhl neben meinem Bett eingeschlafen war. Ich sah an mich und sah, dass ich an Schläuchen hing. Einer war in meiner Nase, und ich hatte 2 Infusionen an mir Hängen. Ich dachte:“Na super schlimmer kann es gar nicht werden.“ Im nächsten Augenblick fühlte ich Brechreiz im Hals und ein schmerzen im Bauch.
Ich krampfte meinen Bauch zusammen. Dabei mussten wohl die Sensoren für den Monitor, die an meiner Brust klebten abgegangen sein. Denn es gab ein lautes Geräusch. Von dem Geräusch wurde mein Bruder wach. Er sah mich an und freute sich, dass ich aufgewacht bin. Und kam freudig auf mich zu, doch mein Bauch verkrampfte sich vor schmerzen. Er guckte mich besorgt an und erschrak im nächsten Augenblick als 3 Ärzte und 2 Krankenschwestern in das Zimmer kamen. Sie sahen was passiert ist und lachten sich schlapp. Sie schalteten den Monitor aus. Einer der Ärzte nahm den Monitor mit und ging raus. Tom machte die 2 jungen Krankenschwestern an und alle lachten sich schlapp als die Krankenschwestern ihm eine Ohrfeige gaben. Die 2 Krankenschwester und ein Arzt, der Ärzte, die noch im Zimmer waren ging raus. Der andre Arzt sprach kurz mit Tom und ging dann auch raus. Als der Arzt draußen war, meinte Tom ganz ernst zu mir:“Ich weiß, dass es dir jetzt nicht passt, dass du schmerzen hasst und das du auch nicht krank bist, außer deinem Zustand jetzt.“ Tom grinste, doch dann wurde er wieder ernst. Er sagte das er mir eine paar Fragen stellen sollte für die Ärzte und dass ich nicht lügen sollte, denn es wäre wichtig für die Ärzte und er wusste, dass ich gut lügen kann.
Kapitel:6
Er fing ganz behutsam an und erzählte mir, dass die Ärzte meinten, dass ich wirklich viel zu dünn sei und dass sie Tom gebeten haben dass er mich fragen sollte, ob ich magersüchtig wär. Ich guckte Tom schief an und zeigte Ihm ein Vogel. Ich sagte ihm immer noch mit Schmerz verzerrtem Gesicht, weil mir die Stelle am Bauch immer noch weh tat, dass ich nicht magersüchtig bin und so viel essen kann wie ich will ohne zu zunehmen. Tom meinte zu mir dass er mir das glaubt und sich selbst dabei doof vorkam. Ich musste denn Ärzten jetzt also beweisen, dass ich nicht magersüchtig bin. Ich dachte jetzt schon wieder:“Ach herrje das jetzt auch noch.“ und verzog das Gesicht. Die eine Krankenschwester von vorhin kam rein guckte böse zu Tom und gab mir eine Spritze gegen schmerzen. Sie sagte, um Tom eifersüchtig zu machen:“So, schlaf jetzt mal wieder gut süßer, damit dir es wieder bald besser geht.“ Mit diesen Worten ging sie aus dem Zimmer und machte die Tür zu.
Tom machte dass, was die Krankenschwester zu mir sagte, wirklich eifersüchtig, guckte mich ganz entsetzt an und schnauzte mich beleidigt an:“Alle süßen Weiber bekommst du immer ab (Hmm) Damit verschwand er aus dem Zimmer und ging in die Cafeteria. Ich legte mich wieder hin und dachte nach ob ich doch magersüchtig sei. Ich kam zu dem Entschluss, dass ich nicht magersüchtig war und schlief ein. Das die Leute mich jetzt auch schon wieder die ganze Zeit nerven mussten damit. Sie hatten mich doch schon am Anfang des Jahres damit genervt. Jetzt konnte ich das schon nicht mehr hören. Andre meinten, ich wäre stur und würde,dass die ganze Zeit nicht einsehen aber ich blieb bei meinem Entschluss und machte mir keinen Weiteren Gedanken darum.
Kapitel:7

Als ich aufwachte, kam Tom grade in mein Zimmer. Er fragte mich ob es mir besser gehe..
Ich wollte grade Ja sagen als ich auf einmal kotzen musste.
Tom kam sofort von der Tür zu mir gelaufen und sagte zu mir:“Das sieht aber nicht so aus“
Er rief die Krankenschwester und redete beruhigend auf mich ein und war einfach für mich da..
Die Krankenschwester kam nach ein paar Minuten weil sie noch was zu tun hatte.
Sie kam rein und sah mich an. Dann nahm sie saubere Sachen und half mir aus dem Bett raus.
Tom ging mit mir auf die Toilette und blieb bei mir in der Zwischen Zeit machte die Krankenschwester mein Bett neu. Ich schätzte, dass eine halbe Stunde verging, ehe ich mit dem
kotzen aufhörte. Die Krankenschwester kam mit einem Arzt wieder und erzählte das ich schon wieder solange gekotzt hatte und dass sie einen Arzt holen wollte aber alle grade beschäftigt waren. Der Arzt sagte:“schon gut.“ zu der Krankenschwester und wandte sich an mich. Er schaute ziemlich besorgt hatte ich den Eindruck dann tastete er meinen Bauch vorsichtig ab und fragte mich ob es weh tut. Ich sagte:“Nein, mir ist nur urst schlecht!“ Er fragte mich:“Urst?“ Tom antwortete an meiner stelle weil ich wieder am kotzen war:“Urst heißt sehr.“ Der Arzt nahm es zur Kenntnis und meinte nur:“aha.“ Er sagte der Krankenschwester irgendein Medikament das ich nicht kannte gegen meine Übelkeit das ich 4 mal am Tag nehmen sollte. Er gab mir gleich eins. Da ich kein Glas Wasser an meinem Schränkchen stehen hatte holte Tom mir ein Glas Wasser und half mir das Zeug intus zu bekommen. Ich schluckte das Zeug und legte mich wieder hin. Mein Bruder machte mir Das Bett niedriger weil er sah das es mir zu hoch war und mich störte. Nach ein paar Minuten schlief ich ein. Doch lange schlief ich nicht: Nach ein paar Minuten wachte ich wieder auf. Ich hatte Angst das mein Bruder nicht bei mir bleiben würde. Er kam zu mir um mein Bett auf die rechte Seite und fragte, warum ich nicht schlafe. Anstatt ich antwortete stellte ich eine Gegenfrage:“Bleibst du hier?“ Er antwortete mir:“Ja ich bleibe hier und schlaf jetzt ruh dich aus“ Das tat ich dann auch, denn jetzt war ich beruhigt jetzt wusste ich das mein Bruder hier bei mir bleiben würde. Ich drehte mich auf die Seite vin meinem Bruder weg, hin zum Fenster und machte die Augen zu.